Baugesellschaft erwägt Kauf der „Herberge“

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Je nach dem von wo man sie betrachtet, hat die ehemalige Valberter Herberge sogar etwas „Idyllisches“. Insgesamt ist sie jedoch eine Ruine.

Valbert - Neue Entwicklung rund um die ehemalige „Valberter Herberge“ an der Ebbestraße: Wie die MZ erfuhr, laufen derzeit Verkaufsgespräche zwischen dem Eigentümer und der Meinerzhagener Baugesellschaft (MBG).

Wegen der maroden Bausubstanz hatte der derzeitige Eigentümer bereits im vergangenen Jahr eine Abbruchgenehmigung beantragt. Der Märkische Kreis erteilte diese – und so stand dem Gebäudeabriss eigentlich nichts im Wege (MZ berichtete). Bis auf die Sicherung des Geländes vor unberechtigtem Zutritt, tat sich bis heute aber nichts.

Auf Anfrage der MZ bestätigte MBG-Geschäftsführer Oliver Drenkard Verhandlungen mit dem Eigentümer des Hauses. „Wir haben bereits mehrere Verhandlungsgespräche geführt. Die MBG ist an dem Grundstück interessiert. Einen konkreten Terminen für einen Vertragsabschluss gibt es noch nicht.“ Dementsprechend sei bei der Baugesellschaft noch keine endgültige Entscheidung über eine eventuelle Anschlussnutzung getroffen worden.

Unterdessen sorgt sich auch Ortsvorsteher Hans Gerd Turck um die Immobilie. „Aus meiner Kenntnis als Feuerwehrmann gehe ich zwar im Moment nicht davon aus, dass unter normalen Umständen Fassaden- oder Dachteile auf die Ebbestraße fallen können. Der durch den Verfall entstandene optische Eindruck ist aber schrecklich.“ Wer das Gebäude in den vergangenen Monaten kontinuierlich im Blick hatte, konnte feststellen, dass der Dachstuhl nach und nach eingebrochen ist und sich auch an den Außenwänden immer wieder größere Brocken lösen. An einer anderen „Ruine“ Valberts wurde während dessen tatkräftig angepackt: Hans Gerd Turck und seine Tochter Kira entfernten an dem als „Zigarrenkiste“ bekannten Gebäude an der Ecke Ihnestraße/Piepenströtken Wildwuchs und Müll. Seit langem gilt die Immobilie im Dorf als echter Schandfleck – dabei ist der eigentliche Gebäudezustand noch halbwegs akzeptabel, das Umfeld war es hingegen nicht. Genauso sahen das Ortsvorsteher Hans Gerd Turck und seine Tochter. Anstatt aber auf die „Einsicht“ des Eigentümers zu setzen, krempelten sie selbst die Ärmel hoch.

Mit Motorsense, Harke, Schüppe und vor allem großen Müllsäcken rückten sie an. Bereits nach wenigen Stunden konnte sich das Ergebnis sehen lassen. „Wir haben das getan, wozu wir die Möglichkeit hatten. Auch wenn wir am Gebäude selbst nichts machen konnten, ist es jetzt drum herum wenigstens ordentlich“, so der Ortsvorsteher.

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