Schützen aus Meinerzhagen und Altena lernen voneinander

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Die Routen der Umzüge bleiben in Meinerzhagen unverändert.

Meinerzhagen/Altena - „Man fragt sich schon, welche Maßnahmen sinnhaft sind!“ – Das sagt Klaus Hesse. Er ist Hauptmann der Altenaer Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG), die in diesem Sommer ihr großes Schützenfest feiert, zu dem sich auch Besuch aus Meinerzhagen angesagt hat.

In der Burgstadt wird der Umzug 2018 aus Sicherheitsgründen diesmal anders geleitet, weil eine Bundesstraße das nötig macht. Und ein Hubschrauberlandeplatz muss im Stadtgebiet festplatznah ausgewiesen werden. Es gibt außerdem Lkw-Sperren. 

Schon bevor in Münster am Wochenende ein Anschlag mit einem Kleintransporter erfolgte, bei dem Menschen getötet wurden, war die Sicherheit bei Großveranstaltungen wie beispielsweise dem Autofreien Volmetal ein ganz wichtiges Thema. Führen die Diskussionen nun auch in Meinerzhagen dazu, dass sich bei (Schützen-) Festen Änderungen im Ablauf ergeben? Hauptmann Klaus Hesse erinnert in diesem Zusammenhang auch an „ständig weiter steigende Auflagen und Kosten“. Man könne nicht alles absichern, das sei irgendwie auch Augenwischerei. Und er setzt – wie seine Kollegen – auf Gespräche mit den beteiligten Behörden und befreundeten Schützenvereinen. So lerne die Schützengesellschaft aus Meinerzhagen zurzeit von Altena und umgekehrt. 

Am Schützenfest-Sonntag, so Hesse, erwarte man in diesem Jahr eine Delegation aus Meinerzhagen, um sich über wichtige Themen wie Sicherheit auszutauschen. Weil in Altena bereits vom 31. Mai bis zum 3. Juni Schützenfest gefeiert wird, könnten sich daraus aus Meinerzhagener Sicht durchaus praktische Anregungen ergeben, die dann am ersten August-Wochenende beim Fest in der Volmestadt umgesetzt werden. 

Achim Freyer ist stellvertretender Vorsitzender der Schützengesellschaft Meinerzhagen und außerdem Oberst. Er hält die Kooperation mit der Altenaer Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft für sehr sinnvoll: „Ganz klar, wir profitieren voneinander. Schon vor drei Jahren haben wir das Fest in der Burgstadt besucht und Gespräche geführt.“ Bereits vor sechs Jahren sei außerdem in Meinerzhagen ein Sicherheitskonzept für das Fest erarbeitet worden. Freyer: „Dabei handelt es sich um ein freiwilliges Konzept, Auflagen haben wir keine bekommen.“ 

In Meinerzhagen sind Freyer und seine Vorstandskollegen bemüht, gemeinsam mit Feuerwehr, Ordnungsamt, DRK, Polizei, Schützenpolizei und anderen Beteiligten jede Eventualität einzuplanen: „Das betrifft beispielsweise Rettungswege, die Absicherung der Züge und das Festlegen von Maßnahmen, wenn es zu einer Massenpanik im Zelt kommen oder ein Orkan über Meinerzhagen wüten würde. Im letzten Fall ist abgesprochen, die nahe Schule Auf der Wahr als Schutzquartier aufzusuchen“, berichtet Freyer. Und ein Hubschrauberlandeplatz werde ebenfalls wieder eingerichtet – nahe der ehemaligen Jugendherberge an der Bergstraße, fügt der Oberst hinzu. 

Vorsorge wurde übrigens auch bei den Marschwegen getroffen – und das bereits vor vier Jahren. Achim Freyer: „Die Bundesstraße wird nicht mehr überquert, stattdessen wird dazu die Unterführung am Freibad genutzt. Und für die Einbeziehung der Derschlager Straße haben wir für dieses Jahr bereits die Genehmigung. Alle anderen Wege führen über Gemeindestraßen.“

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