Gespinstmotte befällt Bäume in Listerhammer

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Wie von Christo eingepackt sehen die Bäume an der L 539 bei Listerhammer aus.

Meinerzhagen -   Ein gespentisches Bild bietet sich im Moment im Bereich Listerhammer an der Landstraße 539. Dort sind Bäume von Raupen der der Gespinst-Motte befallen. Ein fester, weißer Schleier scheint die Bäume schier zu ersticken, Blätter sind abgefressen.

Informationen des Nabu

Die Spuren deuten auf einen sehr massiven Befall hin. Und tatsächlich muss man nicht lange suchen, um hunderte der Raupen zu finden.

Sorgen, dass die Raupen auch Gärten heimsuchen, müsse sich aber niemand machen, gibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Entwarnung. Der seidige Schleier diene den Raupen als Schutz vor Fressfeinden wie Vögeln und vor Regen.

„Unter dem Schleier fressen die Raupen bis Mitte Juni die befallene Pflanze komplett kahl. Anschließend wandern sie an den Stammfuß, wo sie sich verpuppen“, erläutert der Biologe Bernd Quellmalz, Sprecher des Nabu in Hamburg. Tiefere Fröste und der vermehrte Einfluss der natürlichen Feinde wie Schlupfwespen, Raubwanzen und einige Parasiten bei den Eiern und Raupen sowie Vögel bei den ausgewachsenen Motten dämmen aber langfristig die ungehemmte Ausbreitung der Gespinstmotten ein.

„Ein Massenauftreten regelt sich durch das Auftreten von Parasiten und Krankheitserregern häufig von alleine“, betont Quellmalz. Der NABU rät daher davon ab, die Tiere mit Gift zu bekämpfen. Denn von den Insektengiften seien auch die natürlichen Feinde betroffen. „Ist das Gespinst erst einmal ausgebildet, lassen sich die Raupen kaum noch bekämpfen“, klärt der Nabu-Sprecher auf.

Von Raupem befallene Obstbäume sollten frühzeitig abgesamelt werden. Als Prophylaxe für das kommende Jahr bieten sich Leimringe an. Den Sträuchern und Bäumen schadet der Befall nicht: „Noch im gleichen Jahr des Befalls treiben sie wieder aus.“

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