Benefizkonzert in der Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen

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Der gemischte Chor 70 eröffnete das Benefizkonzert zugunsten des Glockenfonds in der Jesus-Christus-Kirche.

Meinerzhagen - Als die Glocken der Jesus-Christus-Kirche am vierten Adventssonntag die Meinerzhagener nachmittags in das Gotteshaus riefen, taten sie das auch in eigener Sache.

Denn der Erlös auf dem Benefizkonzert, zu dem der gemischte Chor 70, der MGV „Volmequelle“ Scherl und die Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum eingeladen hatten, soll dem Glockenfonds zugeführt werden. Alle Kirchenbänke hatten sich mit Zuhörern gefüllt, die Musikgenuss und eine Spende für den guten Zweck miteinander verbinden wollten.

Anneliese Spehr, Vorsitzende vom Chor 70, begrüßte das Publikum zum Konzert, das von Chordirektor Ingo Reich geleitet wurde, der mit einem kleinen Orgelvorspiel auf das abwechslungsreiche Programm der drei Chöre einstimmte. Mit dem italienischen Hymnus „Alta trinita beata“ und dem „Halleluja“ des kürzlich verstorbenen Leonard Cohen eröffnete der Chor 70 den musikalischen Reigen mehr oder weniger bekannter Advents- und Weihnachtslieder, der anschließend vom MGV „Volmequelle“ Scherl und der Sängervereingung Vorth-Grünenbaum, die auch Ludwig van Beethovens „Hymne an die Nacht“ im Repertoire hatten, fortgesetzt wurde.

Dr. Peter Dolscheid übernahm beim feierlichen Finale aller Chöre den Solopart.

Im Namen des Presbyteriums und der evangelischen Kirchengemeinde dankte Pfarrerin Petra Handke in ihrem Grußwort den Sängerinnen und Sängern sowie den zahlreichen Zuhörern, die sich für den Erhalt der Glocken einsetzen wollten. „Kirchenglocken sind mehr als ein Geräusch, sie sind Himmelsmusik, einzigartig in diesem Kulturkreis“, betonte sie.

Passend zum Thema war das Publikum dann auch eingeladen, in das Lied „Süßer die Glocken nie klingen“ mit einzustimmen. Im zweiten Konzertteil erlebte das Publikum gleich zwei Premieren: Der Chor 70 erfreute mit „Jacobs Ladder“ von Huey Lewis, das er gerade in sein Repertoire aufgenommen hat, und der MGV „Volmequelle“ Scherl, der außerdem mit einem spanischen Weihnachtslied und einem weiteren südafrikanischen in der Sprache der Zulu aufwartete, präsentierte „Hört, es klingt vom Himmelszelt“ – ein Lied von Pasquale Thibaut, ebenfalls neu im Programm. Und dass auch Weihnachtsklassiker wie das Trommellied im Laufe der Jahre nicht an Reiz verlieren, stellte die Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum bei ihrem Vortrag unter Beweis.

Karl-Heinz Bartsch stellte den Anwesenden in einem kleinen Vortrag die Glocken des Jesus-Christus-Kirche vor. 1920 aus Gussstahl hergestellt, sind sie mittlerweile in die Jahre gekommen. Um sie möglichst gleichmäßig abzunutzen, wurden sie bereits mehrfach gedreht. Da man ihnen eine Haltbarkeit von rund 80 bis 100 Jahren zuschreibt, hätten sie somit das „Mindeshaltbarkeitsdatum“ bereits erreicht und das Aus könne ganz plötzlich kommen. Um sie in einem solchen Fall durch ein neues Geläut aus Bronze ersetzen zu können, wurde bereits vor rund 30 Jahren der Glockenfonds gegründet.

 Doch der sechsstellige Betrag, der dazu notwendig wäre, sei noch lange nicht erreicht. Deshalb wurden die Zuhörer nach dem Konzert um eine Spende gebeten. Doch zuvor vereinten die Sängerinnen und Sänger noch einmal ihre Stimmen zu einem feierliche Finale, bei dem Dr. Peter Dolscheid den Solopart übernahm. Und noch stimmgewaltiger, nämlich mit Unterstützung des Publikums, klang das Konzert mit „O du fröhliche“ aus.

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