Verfahren vor dem Amtsgericht

Ein Tritt kostet mehr als 1800 Euro

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Vor dem Amtsgericht Meinerzhagen musste sich ein 38-Jähriger verantworten.

Meinerzhagen – Ja, die Bergstraße in Meinerzhagen sei schon ziemlich schmal und überwiegend gebe es keinen Fußweg, stellte Richter Guido Varney im Amtsgericht Meinerzhagen fest. Dass es da mal zu Zwischenfällen mit Fußgängern und Fahrzeugen kommen kann, könne er sich gut vorstellen.

So wie am 23. März vergangenen Jahres. An dem Tag, so der 38 Jahre alte Angeklagte, sei er mit seinem Hund – und zugegeben alkoholisiert – auf der Bergstraße spazieren gewesen, als plötzlich ein Fahrzeug sehr dicht an ihm vorbeigefahren sei. Dadurch erschrocken und aufgebracht habe er dem Wagen ein paar unschöne Worte hinterhergerufen. Das Auto sei stehen geblieben und der Beifahrer ausgestiegen. „Er ist auf mich zu gekommen. Ich wollte gar keinen Ärger“, gab der Angeklagte an. Der Mann habe ihn aber geschlagen, was eine Platzwunde und einen geprellten Kehlkopf zur Folge hatte.

Der Vorwurf gegen den 38-Jährigen lautete Sachbeschädigung mit entstandenem Schaden in Höhe von 1845,26 Euro, durch einen Tritt gegen die Wagentür. Das gab der Angeklagte zu. Es täte ihm leid, dass er das getan hatte. Der Fahrer des Wagens erklärte im Zeugenstand, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er zu nah am Angeklagten gewesen sei: „Da passten zwei Autos nebeneinander.“ Inzwischen sei der Schaden reguliert, so der Zeuge. „Für mich ist das damit erledigt“, so der 33-Jährige. 

Die vom Angeklagten angezeigte Körperverletzung gegen den Beifahrer war wegen gegenseitigen Verschuldens eingestellt worden. So endete nun auch das aktuelle Verfahren. Der Richter stellte es im Hinblick darauf, dass der Schaden beglichen wurde, ohne Auflagen ein.

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