25-Jähriger kauft in Köln (zu viel) Marihuana

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Von diesem Stoff hatte ein ehemaliger Meinerzhagener in Köln zu viel erworben. Das Amtsgericht Altena verurteilte den 25-Jährigen zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe.

Meinerzhagen - Es war ein Schnäppchen, das einem 25-jährigen ehemaligen Meinerzhagener jetzt eine neunmonatige Haftstrafe auf Bewährung einbrachte.

Der junge Mann berichtete gestern im Amtsgericht Altena von familiären Problemen, die ein schweres Durchhängen zur Folge hatten: „Ich war fertig und wusste nicht mehr, was ich mache.“ Und so machte er Anfang 2017 einen Ausflug nach Köln, das aufgrund der Zugverbindung von Meinerzhagen aus gut erreichbar sei. In der Domstadt sei er nach dem Besuch in einem Club zunächst nur offen für eine kleine Portion Marihuana für zehn Euro gewesen, erinnerte sich der Angeklagte. Doch dann sei ihm jemand begegnet, der ihm etwa 50 Gramm Marihuana zum Preis von 150 Euro anbot. Der nicht mehr ganz nüchterne junge Mann schlug zu und staunte: „Ich habe noch nie so einen Haufen gesehen!“

Von dem Haufen fand die Polizei in der Meinerzhagener Wohnung des Angeklagten noch 44,6 Gramm – eine Menge, deren Wirkstoffgehalt an THC die Grenze zur nicht geringen Menge ein wenig überschritt. So etwas sollte man nicht im Hause haben.

Dem 25-jährigen drohte deshalb eine Mindeststrafe von einem Jahr, doch das Schöffengericht wertete die Geschichte als einen minderschweren Fall. Recht überzeugend legte der Angeklagte dar, dass er sich in einer Drogenberatungsstelle um Hilfe bemüht hatte. „Ich kiffe seit Monaten nicht mehr“, erklärte er. Auch der vorhandene Arbeitsplatz sprach für eine günstige Sozialprognose.

Das Schöffengericht ging dennoch auf Nummer sicher: Als Bewährungsauflage verordnete es dem 25-Jährigen Blutuntersuchungen nach sechs und zwölf Monaten. Sie sollen den entscheidenden Anreiz bieten, keine Cannabisprodukte mehr zu konsumieren. Ansonsten droht dem Mann der Widerruf der Bewährung.

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