Betrunken einen Unfall gebaut

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Vor dem Amtsgericht musste sich ein 26-jähriger Meinerzhagener verantworten.

Meinerzhagen - Mit knapp zwei Promille Alkohol im Blut verlor ein 26-Jähriger am 8. Dezember vergangenen Jahres auf der B 54 in Meinerzhagen die Kontrolle über seinen Wagen.

Das Fahrzeug überschlug sich, der Beifahrer wurde leicht verletzt. Zudem beschädigte der Unfallverursacher einen Randstein, einen Telekom-Masten, einen Stromverteilerkasten und einen Blumenkübel. Der Gesamtschaden belief sich auf mehr als 12.000 Euro. Einen Führerschein besaß der 26-Jährige nicht.

 Im Amtsgericht Meinerzhagen kassierte der Mann unter anderem dafür acht Monate Haft auf Bewährung und eine Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis von einem Jahr.

Ebenfalls von dem Urteil umfasst war eine weitere Fahrt ohne Fahrerlaubnis in Bergneustadt. Auch dieses Mal, fünf Tage vor dem Unfall in Meinerzhagen, war Alkohol im Spiel – 2,27 Promille. In beiden Fällen, so der Angeklagte im Gericht, habe er zuvor mit Kollegen getrunken. Dann seien sie ins Auto eingestiegen. Zunächst sei jeweils sein Begleiter gefahren, gab der Meinerzhagener an. Irgendwie sei er dann aber immer selbst ans Steuer geraten. 

13 Vorstrafen, quer durch das Strafgesetzbuch, brachte der 26-Jährige zum Prozess mit. So war er bereits wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt worden. Auch wegen einschlägiger Taten – Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheitsfahrt – war er schon mehrfach auffällig geworden. Der Angeklagte gab zu, zur damaligen Zeit ein Alkoholproblem gehabt zu haben. 

Seit dem Unfall habe er aber keinen Tropfen mehr getrunken. „Ich habe eingesehen, dass es mit Alkohol nur Probleme gibt“, gab der Meinerzhagener zu. Einzig, weil es sich beim Großteil der Vorwürfe um fahrlässige Taten handelte und der Angeklagte an seinem Alkoholproblem arbeite, setzte der Richter die Haftstrafe noch einmal zur Bewährung aus. Als Auflage muss der 26-Jährige allerdings auch 900 Euro an die Staatskasse zahlen.

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