„Ideenschmiede“: Hotel an die Stadthalle?

Infolge der Umgestaltung des Stadthallen-Umfelds (siehe Grafik) kann sich Gerd Wirth (SPD) die Ansiedlung eines Hotels vorstellen, das auch heimische Unternehmen für ihre Gäste nutzen könnten.

Meinerzhagen - Die Premiere war vielversprechend und entsprach wohl ganz dem, was Bürgermeister Jan Nesselrath während der Sitzung als „Ideenschmiede“ bezeichnete: Die erste Tagung des Ausschusses für Wirtschafts-, Struktur- und Tourismusförderung war am späten Montagnachmittag längst nicht so sperrig, wie der Titel des Gremiums erahnen lässt.

Der Ausschuss ist Ergebnis einer Umstrukturierung der Gremien nach der jüngsten Kommunalwahl. Den Vorsitz übernahm Gerd Wirth (SPD), der zu Beginn der Sitzung auf die weltweit veränderten Rahmenbedingungen hinsichtlich von Bevölkerungs- und Wirtschaftsstrukturen zu sprechen kam, auf die eben auch Meinerzhagen reagieren müsse. Am Montag jedoch lag der Schwerpunkt zunächst auf der touristischen Entwicklung, die – auch das wurde deutlich – indirekt jedoch ebenfalls die Bevölkerungsentwicklung nachhaltig beeinflussen kann.

So blickte Hans Erich Schmidt, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, auf die Anstrengungen der Stadt, sich touristisch optimal aufzustellen. Er zählte die unterschiedlichen Mitgliedschaften in entsprechenden Verbänden ebenso auf wie Kosten und Projekte. „Atypisch“ nannte Schmidt jedoch die Angliederung des Tourismus an seinen Fachbereich – in dieser Meinung unterstützte ihn nicht nur Thorsten Stracke (CDU), sondern auch Gerd Wirth, der überdies erneut eine stadtzentrale Anlaufstelle in Sachen Tourismus und Stadtmarketing forderte.

Wochenmarkt und neues Hotel

Und Wirth war es auch, der den Ausschuss am Montag gerne als „Ideenschmiede“ nutzte: Der SPD-Fraktionsvorsitzende brachte etwa – nach erfolgreicher Umfeld-Umgestaltung – die mögliche Nutzung eines aufgestockten Stadthallen-Restaurants als Hotel ins Gespräch (Wirth: „Dass heimische Unternehmen die bestehenden Hotels nicht nutzen, hat sicher seinen Grund.“). Und er kann sich einen zweimal wöchentlich stattfindenden Wochenmarkt vorstellen. Ideen, über die noch zu beraten sein wird.

Dass in Meinerzhagen trotz der anhaltenden Probleme mit dem Schienenverkehr großes Potenzial schlummert, betonte Christiane Rosenberg, die bei der Stadtverwaltung für touristische Angelegenheiten zuständig ist. „Zum Schützenfest gab es im Bürgerbüro Kölner ohne Ende. Die standen Schlange bei uns. Für die sind unsere Bahnprobleme nur Kinderkrankheiten.“ - zach

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