Decker will Schützen-Schiff auf gutem Kurs halten

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Michael Berkenkopf wünscht sich Karsten Decker (rechts) als seinen Nachfolger im Schützen-Vorstand.

Meinerzhagen - Die Generalversammlung der Schützengesellschaft am Freitag, 14. November, wird das Ende einer Ära markieren: Nach 18 Jahren im Vorstand, 14 davon als erster Vorsitzender, gibt Michael Berkenkopf seine Amtsgeschäfte ab. Im Gespräch mit der MZ erläuterte er, warum er sich dazu hat – und warum er Karsten Decker als seinen Nachfolger vorschlägt.

Von Frank Zacharias

„Ich denke, dass wir den Zeitpunkt für den Wechsel gut gewählt haben“, so Berkenkopf, der bereits vor seiner Wiederwahl 2012 dem geschäftsführenden Vorstand angekündigt habe, in diesem Jahr nicht erneut als Vorsitzender kandidieren zu wollen. „Und auch beim letzten Schützenfest sollte das kein Thema sein. So etwas bringt nur Unruhe und die Frage, wie es nun weitergeht“, erklärt Michael Berkenkopf den Zeitpunkt der Bekanntgabe seines Abgangs.

Dabei ist das Feld für seinen potenziellen Nachfolger schon längst bereitet worden. „Als ich zum ersten Mal zu einem Gespräch gebeten wurde, habe ich mir schon meine Gedanken gemacht“, erinnert sich Karsten Decker an die erste Nachfrage des Vorstands im vergangenen Jahr. Dass er für diesen Posten prädestiniert ist, daraus machen Berkenkopf und Kassierer Michael Czernio im MZ-Gespräch keinen Hehl. Decker gehört schließlich seit vergangenem Jahr als stellvertretender Geschäftsführer dem Vorstand an, war zuvor Fahnenunteroffizier, erste Fahne (2002-2006), und Feldwebel im dritten Zug (2006-2014). Und auch das prominenteste Amt der Meinerzhagener Schützen hatte er bereits inne: Von 1998 bis 2000 regierte er das Schützenvolk gemeinsam mit seiner Frau Rachel. Sein erstes Fest feierte er 1978 – „die Medaille hat heute noch einen Ehrenplatz am Kittel“, sagt Karsten Decker, dessen Bruder Harald bereits 1988 König war.

Karsten Decker indes, Mitglied der Partisanen, weiß um die prägenden Einflüsse seines Amtsvorgängers – sollte er am Freitag von den Schützen zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt werden. Immerhin fielen in Michael Berkenkopfs Amtszeit wichtige Projekte wie der Bau des Schützenhauses, die Gespräche mit Straßen.NRW zur Südumgehung im Bereich des Schützenplatzes, die Vertragsverhandlungen zum Wechsel des Bier-Anbieters (von Eichener zu Krombacher) oder auch die Feierlichkeiten zum 425-jährigen Bestehen der Schützengesellschaft im Jahr 2007.

„Im Augenblick ist das Schiff auf wirklich gutem Kurs“, lobt der 47-Jährige die Arbeit Michael Berkenkopfs. Immerhin verzeichne die Schützengesellschaft derzeit steigende Mitgliederzahlen und zahlreiche interessierte Jungschützen, „die wir weiter aktivieren und ans Fest heranführen müssen“, schildert Decker eine der Herausforderungen, denen er sich stellen will. Und dabei hofft er auch auf eine weiterhin hohe Anzahl an Königsbewerbern. „Sie sollte erhalten bleiben. Und dazu ist Kommunikation ganz wichtig“, so Decker, der nicht der einzige sein wird, der am Freitag für ein Vorstandsamt vorgeschlagen wird: Als Nachfolger von Hauptmann Eberhard Nockemann wird Karsten Köhler kandidieren. Oberst Achim Freyer, Geschäftsführer Roman Kappius und Kassierer Michael Czernio stellen sich zur Wiederwahl.

Die Generalversammlung der Schützengesellschaft beginnt am Freitag, 14. November, um 19 Uhr im Schützenhaus auf dem Schützenplatz. Auf der Tagesordnung stehen neben den Wahlen unter anderem der Rückblick auf das diesjährige Fest und eine Satzungsänderung, die gemäß steuerlicher Erfordernisse zur Abstimmung steht.

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