Wehr-Nachwuchs probt am Gymnasium den Ernstfall

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Die Jugendlichen hatten die Gesamtsituation gut im Griff: Auch bei der Versorgung der „Verletzten“ ging es professionell zu.

Meinerzhagen - Unklare Rauchentwicklung am Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen hielt am Samstag die Jugendfeuerwehren aus Meinerzhagen, Kierspe und Halver in Atem.

Mit 14 Fahrzeugen – sieben Löschfahrzeuge und der große Drehleiterwagen eingeschlossen – rückten die Helferinnen und Helfer zur jährlichen städteübergreifenden Gemeinschaftsübung aus.

89 Aktive aus Reihen der Jugendfeuerwehren und Betreuer waren an der Übung beteiligt. Die Fäden des Geschehens hielt Birger Schmidt, Leiter der Jugendfeuerwehr Meinerzhagen, als Einsatzleiter fest in der Hand. Das, was er sah, stellte ihn rundum zufrieden. „Ihr habt gut zusammengearbeitet, auch mit Leuten aus anderen Städten“, lobte Birger Schmidt die Kinder und Jugendlichen.

Zufrieden zeigte sich auch Wehrleiter Ulrich Blumenrath, der als Beobachter vor Ort war. „Was ihr gezeigt habt an Einsatz und Engagement, beweist, dass ihr Spaß daran habt“, lautete sein Kompliment. Erfreut, die Halveraner bei der Gemeinschaftsübung begrüßen zu können, zeigte sich auch Georg Würth, Wehrleiter in Kierspe. Interkommunale Zusammenarbeit werde immer wichtiger, betonte er. Gerade wenn es um Großeinsätze im Ernstfall gehe. „Das war richtig gut, was ihr gezeigt habt.“

Auch Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath ließ es sich nicht nehmen, der Jugendfeuerwehr bei ihrer Gemeinschaftsübung einen Besuch abzustatten.

Gemeinschaftsübung der Jugendfeuerwehren aus Meinerzhagen, Kierspe und Halver

Ausgehend von der Gefahrenlage „unklare Rauchentwicklung am Gymnasium“ gingen die Jugendlichen wie im Ernstfall schnell und umsichtig der Situation auf den Grund. Nach sorgsamer Einweisung kämmten sie in Zweiertrupps die „verrauchten“ Kunsträume des Gymnasiums durch, um Eingeschlossene zu befreien und Vermisste zu bergen. Zwei Verletzte konnten mit der Drehleiter vom Dach der Schule geborgen werden.

Mit vielerlei Szenarien, die im Ernstfall auftreten können, konfrontierte die von Birger Schmidt und Robin Peters ausgearbeitete Übung die Zehn- bis 18-Jährigen. Professionell wie bei der Bergung ging es bei der Versorgung der „Verletzten“ in der Sammelstelle bei Rettungsassistent Jens Sauer und seinen Helfern zu. Leicht, mittelschwer und schwer Verletzte, die im eigens aufgestellten aufblasbaren Zelt untergebracht waren, galt es zu versorgen. Erste-Hilfe-Kenntnisse waren gefordert. Die Jüngeren waren derweil mit Übungen zur Brandbekämpfung ausgelastet. Als Abschnittsleiter wiesen Oliver Amlung (Meinerzhagen), Björn Clever (Halver) und Maik Käming (Kierspe) die Jugendlichen ein.

Zum Abschluss der Übung kamen die Aktiven im Gerätehaus Willertshagen zum Austausch und gemütlichen Beisammensein zusammen. Nach getaner Arbeit schmeckten die Grillwürstchen dabei nochmal so gut.

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