Jan Nesselrath soll Bürgermeister werden

Jan Nesselrath soll gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von CDU und SPD werden.

MEINERZHAGEN - Erhard Pierlings hat sich erklärt. Seine Amtszeit als Verwaltungschef und Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen wird nach dann 26-jähriger Dauer im nächsten Jahr mit der anstehenden Kommunalwahl auslaufen. Wer neuer Bürgermeister der Stadt wird, entscheiden die Wählerinnen und Wähler also am 24. Mai 2014 in direkter Wahl. Erstmals werden dafür CDU und SPD mit Jan Nesselrath wohl einen gemeinsamen Kandidaten ins Rennen schicken.

Von Horst vom Hofe

CDU und SPD wollen die Kandidatennominierung in getrennten Mitgliederversammlungen am 11. November vornehmen. Das bestätigten am Donnerstag auf Anfrage der MZ die beiden Vorsitzenden Thorsten Stracke und Rainer Schmidt. Ein jeweils zustimmendes Votum der Parteibasis vorausgesetzt, soll der gemeinsame Bürgermeisterkandidat einen Tag später im Rahmen eines Pressegesprächs offiziell vorgestellt werden.

Während die CDU sich in dieser Frage bereits im Frühjahr positionierte, als im Zusammenhang mit der nach dem Rücktritt von Axel Oehm erforderlich gewordenen Vorstands-Neuwahl der als neuer Fraktionsvorsitzender bestimmte Jan Nesselrath in der anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung erstmals öffentlich auch die Bereitschaft zur Bürgermeisterkandidatur erklärte, hatte sich die SPD bis zum Montag dieser Woche noch bedeckt gehalten. Nachdem Erhard Pierlings dem Rat seine persönliche Entscheidung mitgeteilt hatte, wurde seitens des SPD-Vorstandes dazu zunächst per Facebook eine kurze Information ins Internet gestellt und gegenüber der MZ am Donnerstag auch noch einmal vom Vorsitzenden Rainer Schmidt voll inhaltlich wie folgt bestätigt:

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„Der SPD-Vorstand und die Fraktion haben sich mit dem Thema Bürgermeisterkandidat seit langem beschäftigt und sind nach intensiven Gesprächen mit der Meinerzhagener CDU-Ortsunion zu dem Ergebnis gekommen, dass mit deren Fraktionsvorsitzendem Jan Nesselrath ein geeigneter gemeinsamer Bürgermeisterkandidat gefunden werden konnte. Diese Empfehlung wird der Ortsvereinsvorstand der Mitgliederversammlung machen.“

Warum die SPD erstmals in der Nachkriegsgeschichte auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichtet, begründete Schmidt im MZ-Gespräch mit zwei Hinweisen: „Es hat sich aus den eigenen Reihen kein geeigneter und interessierter Bewerber gefunden. Einen Kandidaten außerhalb zu suchen, wäre aus unserer Sicht mit erheblichen Unwägbarkeiten und Risiken verbunden gewesen. Gerade auch das Beispiel der vergangenen Kommunalwahl, als die CDU einen auswärtigen Bewerber ins Rennen schickte, hat diese Problematik unserer Meinung nach noch einmal deutlich werden lassen. Wir wollen für Meinerzhagen weiter einen guten Bürgermeister haben und sind zu der Überzeugung gekommen, dass dafür Jan Nesselrath ein geeigneter Mann ist.“

Jan Nesselrath ist 40 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Mädchen. Er gehört dem Rat seit 2009 an und ist seit dem 5. Februar dieses Jahres CDU-Fraktionsvorsitzender. Der Jurist ist als Rechtsanwalt Mitglied einer Kanzlei in Meinerzhagen. Gebürtig in Gummersbach, verbrachte er bereits seine Kindheit und Schulzeit in Meinerzhagen.

Ob es am 24. Mai 2014 neben Jan Nesselrath weitere Bewerber für das Bürgermeisteramt geben wird, ist derzeit noch offen. CDU und SPD hatten bezüglich ihrer nun öffentlich gemachten Personalentscheidung im Vorfeld dazu keine Kontakte zu den übrigen politischen Gruppierungen in Meinerzhagen gesucht. 2009 waren neben dem dann wiedergewählten Erhard Pierlings noch drei weitere Bewerber seitens der CDU, der FDP und der erstmals kandidierenden Partei „Die Linke“ an den Start gegangen.

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