Gemeinsam Meinerzhagen wieder nach vorn bringen

Stadtmarketing-Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas bestritt den Abend.

MEINERZHAGEN ▪ „Meinerzhagen auf dem Weg zum sympathischsten Einkaufs- und Dienstleistungszentrum in der Region“ – diese Zielsetzung hat sich das Stadtmarketing vorgegeben. „Ehrgeizig aber erreichbar, wenn es gelingt, alle Kräfte zu bündeln, gemeinsam uns den großen Herausforderungen zu stellen“, betonte Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas am Mittwoch im Rathaussaal.

Dort tagte zum zweiten Mal die Themenrunde „Handel und Wandel“. Rund 40 Teilnehmer wurden gezählt, darunter auch viele ehemalige Mitglieder und Vorstandsmitglieder der in den Stadtmarketing-Verein überführten Arbeitsgemeinschaft Einkaufsstadt Meinerzhagen.

„Es ist eigentlich schon fünf Minuten nach Zwölf“, mahnte Leonidas, der den Abend in rund einstündiger Powerpoint-Präsentation, gut vorbereitet und strukturiert, weitgehend im Alleingang gestalten musste. Die erhoffte und zum Erfolg unerlässliche Rückmeldung der eigentlich Betroffenen, den Vertretern des örtlichen Einzelhandels und der Gastronomie, soll es nun im Rahmen einer Fragebogen-Aktion geben. Die Bögen wurden in der Versammlung verteilt, werden aber auch denen zugeleitet, die nicht zugegen sein konnten.

Dass deutlich mehr Solidarität und Gemeinschaft erforderlich sei, um Meinerzhagen wieder nach vorn zu bringen, machte Leonidas in seinem Appell auch mit einem konkreten Beispiel deutlich: „Wir müssen die Weihnachtsbeleuchtung dringend verbessern. Bislang war es so, dass von rund 70 Einzelhändlern sich knapp die Hälfte an den Kosten beteiligte. Es war aber genau die andere Hälfte der Einzelhändler, die massive Kritik übte an der ihrer Meinung nach mangelhaften Qualität der Weihnachtsdekoration in der Stadt.“

Und noch eines stellte Leonidas klar: „Das Stadtmarketing kann nicht alles allein stemmen. Da ist dringend auch weiterhin Mitarbeit auf ehrenamtlicher Basis erforderlich.“

Im Einzelnen ging es in der Veranstaltung im Rathaussaal um die für 2011 geplanten Veranstaltungen und Aktionen. So wird am 8. Mai (Muttertag) erneut der „Meinerzhagener Frühling“ stattfinden. Die federführende Volksbank im Märkischen Kreis erbringe hier ein auch finanziell beachtliches Engagement, zeigte Leonidas auf. Im Gegenzug erwarte man da auch eine starke Beteiligung des Einzelhandels und der Gastronomie. „Ohne erkennbar aktivere Teilnahme des gesamten Einzelhandels wird es diese Veranstaltung im kommenden Jahr in dieser Form jedenfalls wohl nicht mehr geben“, zeigte Leonidas auf. Diese Erwartungshaltung gebe es vor allem auch seitens der beteiligten heimischen Autohäuser, die für diese Gemeinschaftsveranstaltung in der Innenstadt selbst erhebliche Anstrengungen unternähmen.

Entschieden werden soll auch noch, ob sich der Einzelhandel am Stadtfest-Sonntag, 18. September, mit einem verkaufsoffenen Tag einklinken wird.

Das Stadtfest selbst soll nach den Planungen der Arbeitsgruppe diesmal nicht mehr an der Stadthalle gefeiert werden. So soll es insgesamt drei größere Aktionsräume im Bereich der Fußgängerzone Zur Alten Post, der Derschlager Straße und des Parkplatzes Kapellenweg geben. Am Kapellenweg wird auch die große Aktionsbühne postiert, auf der es ein Show- und Unterhaltungsprogramm geben wird. Unter anderem ist der Auftritt von Schlagersänger Olaf Henning („Komm hol Dein Lasso raus!“) schon gebucht.

Einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag wird es wieder parallel zur Herbstkirmes am 16. Oktober geben. Die Sparkasse organisiert aus diesem Anlass erneut ihre erfolgreiche Aktion „Musikus(s)“.

Noch offen ist, ob es zur einer Neuauflage der erfolgreichen Aktion „Nacht der langen Tische“ kommt.

Ein weiteres Thema des Abends waren gemeinsame und abgestimmte Werbeaktionen. Eine zukünftig noch zu bildende Arbeitsgruppe soll sich damit im Detail beschäftigen.

Auch über die in Meinerzhagen nach wie vor nicht einheitlichen Kernöffnungszeiten der Geschäfte soll neu nachgedacht werden. Leonidas zeigte auf, dass gerade in der Mittagszeit durchaus ein erhebliches Käuferpotenzial vorhanden sei: „Die Mitarbeiter der Banken und Behörden zum Beispiel, die dann Pause haben, oder die vielen Beschäftigten von Otto Fuchs, deren Frühschicht um 13 Uhr endet.“ Dass aber derzeit nur wenige Geschäfte über Mittag geöffnet hielten, sei kontraproduktiv.

Neu aufgelegt werden soll der „Meinerzhagener Einkaufsgutschein“. Auch über die Einführung einer „elektronischen Einkaufskarte“ für Meinerzhagen soll nachgedacht werden. ▪ -fe

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