Gelungener Nachmittag für ehemalige Aktive

Auch Wehrleiter Ulrich Blumenrath ließ es sich nicht nehmen, das Treffen am Gerätehaus in Haustadt zu besuchen.

HAUSTADT ▪ Die Blauröcke der Freiwilligen Feuerwehr Meinerzhagen hatten ihre ehemaligen Aktiven zu einem gemütlichen Nachmittag in den umgebauten Schulungsraum des Gerätehauses des Löschzuges IV Haustadt eingeladen.

Rund 60 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, darunter auch sein Vorgänger im Amte, Herbert Zelinski, konnte Stadtbrandinspektor Thomas Decker begrüßen. Auf 192 aktive, 28 zur Jugendfeuerwehr gehörende und 119 ehemalige Kameraden bezifferte der Wehrleiter die aktuelle Mitgliederstärke.

Nachdem sich die Altvorderen bei Kaffee und Schnittchen gestärkt und mit frischgezapftem Pils die ersten Dönekes-Runden eingeläutet hatten, gab’s noch allerneueste Technik zu bestaunen: Die im Vorjahr angeschaffte Drehleiter, die ihre Erprobungsphase im Einsatz bereits hinter sich hat, dazu ein neues Löschgruppen-Fahrzeug. Die Visitation bot nicht nur Gelegenheit zu Diskussionen, sondern auch zum gleitenden Aufstieg in respektable Höhen. „Das Leiternwerk ist bis auf die Länge von 28 Metern ausfahrbar“, bestätigte der stellvertretende Wehrleiter Ulrich Blumenrath. Das sei abhängig von der Belastung auf der Plattform, ergänzte Frank Lehmann am Steuerpult. Mit zunehmendem Gewicht gehe eine verringerte Reichweite einher. Für Neugierige frei von Höhenangst bot sich schon in zwanzig Metern via Rundum-Schwenk in luftiger Höhe ein einmaliger Ausblick auf die Umgebung. Je nach gewähltem Symbol, Hase oder Schildkröte, konnte die Leiter dann in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen eingefahren werden. Butterweiche Landung inklusive.

Bürgermeister Erhard Pierlings entging aufgrund knallharter Fakten der Genuss eines „Höhenfluges“ und auch der des gleitenden Sinkens mit sanft abgefedertem Basiskontakt. „Wir mussten heute für die städtischen Finanzen in die Bütt, das war ein ziemlicher Kraftakt“, begründete er sein verspätetes Eintreffen und das von Kämmerer Hans Peter Sturm. Die Zeiten seien generell schlecht: „Wir müssen am Montag dem Rat vermitteln, dass wir in die Haushaltssicherung müssen“, ließ er wissen. „Wir werden das, was für die Feuerwehr getan werden muss, auch zur Verfügung stellen; wenn denn der Haushalt so beschlossen wird“, machte er Mut. Keine guten Vorzeichen bis 2018 zwar, doch der Bürgermeister trat zuversichtlich vor die Versammelten: „Davon geht die Welt nicht unter!“ ▪ As

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