Fördermittel

Geld aus Corona-Topf für Meinerzhagens Sportplätze

Der RSV Meinerzhagen möchte den Ascheplatz hinter dem Stadion sanieren
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Der RSV Meinerzhagen möchte den Ascheplatz hinter dem Stadion sanieren. Eine Förderung wäre daher willkommen.

Es ist ein gewaltiges Investitionspaket, über das sich vor allem die Meinerzhagener Fußballer freuen können: Der Rat der Stadt Meinerzhagen stimmte am Dienstag einem insgesamt rund 1,3 Millionen Euro teuren Sanierungsprogramm für Sportplätze und Kleinschwimmhalle zu. Unter einer Bedingung.

Meinerzhagen - Die Vorgabe lautet für eine Freigabe der Projekte noch im Jahr 2020: Die Stadtkasse soll dafür nicht angekratzt werden. Stattdessen wird das „Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten“ des Landes NRW genutzt – ein Ausfluss aus dem Konjunktur- und Krisenpaket, dass die Bundesregierung am 3. Juni infolge der Corona-Pandemie beschlossen hat.

Folgende drei Projekte sollen – in exakt dieser Priorisierung – zu 100 Prozent vom Land gefördert und umgesetzt werden:

  • Sanierung des Kunstrasenplatzes im Stadion: Der im Jahr 2007 verlegte Belag sollte eigentlich erst im Jahr 2023 planmäßig saniert werden, zeigt aber bereits jetzt starke Verschleißerscheinungen. Wie berichtet, kommt es etwa im Sommer infolge starker Sonneneinstrahlung zur Verklumpung des Kunststoffgranulats, das die Fußballschuhe verklebt, „sodass Fußballspielen teilweise nicht möglich ist“, wie es vonseiten der Stadtverwaltung heißt. Der Versuch, das Kunststoffgranulat aufzunehmen und durch neues zu ersetzen, habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die nun mögliche 100-prozentige Förderung würde die finanziellen Voraussetzungen schaffen, um die Komplettsanierung vorzuziehen. Kostenschätzung: 580 000 Euro.
  • Herstellung eines Kunstrasenplatzes auf dem oberen Sportplatz an der Oststraße: Der sogenannte Tennenplatz oberhalb des Stadions wird schon seit Jahren weder vom RSV Meinerzhagen noch von Schulen genutzt und ist in einem entsprechend schlechten Zustand. Die Erfolge der ersten Mannschaft des RSV Meinerzhagen sowie die wachsende Zahl der Nachwuchsmannschaften im Verein mache eine weitere Fläche zu Trainingszwecken jedoch notwendig, wie es von der Stadt heißt. Denn zusammen mit der ebenfalls in Meinerzhagen trainierenden Regionalauswahl sei der Kunstrasenplatz im Stadion wochentäglich ab 16 Uhr durchgehend belegt, „teilweise auch mit mehreren Mannschaften gleichzeitig“. Hauptsächlich zu Trainingszwecken für die zehn Jugendmannschaften soll der Platz daher mit einer 90 mal 45 Meter großen Kunstrasenfläche versehen werden. Kostenschätzung hier: 640 000 Euro.
  • Einbau einer Aufzuganlage mit Erneuerung der Elektroverteilung in der Kleinschwimmhalle/Turnhalle Genkeler Straße: Sowohl Kleinschwimmhalle im Untergeschoss als auch Turnhalle im Erdgeschoss sind bislang nur über Treppen und somit für ältere Menschen nur beschwerlich und für Rollstuhlfahrer gar nicht zu erreichen. Während im Jahr 2016 bereits ein Aufzugschacht installiert wurde, war die Montage des Aufzugs für Anfang 2021 eingeplant. Auch diese Maßnahme soll nun nach vorne gezogen werden, um eine Förderfähigkeit zu erreichen. Kostenschätzung: rund 98 000 Euro.

Die Zeit drängt jedoch: Die Anträge für diese drei Maßnahmen müssen spätestens am 16. Oktober bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht worden sein – für eine Förderung notwendig ist außerdem ein entsprechender Ratsbeschluss, der gestern gefasst wurde. Zudem muss die Stadt die genannte Priorisierung (1. Kunstrasen Stadion, 2. Kunstrasen Tennenplatz, 3. Aufzug/Elektrik Kleinschwimmhalle und Turnhalle) vorlegen.

Förderung in 2021 bei nur noch 90 Prozent

Sollte in diesem Jahr aufgrund der Vielzahl an Anträgen anderer Kommunen keine 100-prozentige Förderung erfolgen, würde die Stadt die Anträge für das kommende Jahr erneut einreichen – dann ist allerdings nur noch mit einer 90-prozentigen Förderung zu rechnen. Der Eigenanteil der Stadt würde für alle drei Maßnahmen dann also nicht bei null, sondern bei 131 800 Euro liegen.

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