City-Lichtspiele: Viele Ideen - aber kaum Konkretes

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Es geht um die Zukunft der City-Lichtspiele im Untergeschoss der Stadthalle und damit um Meinerzhagen als traditionellen Kino-Standort.

Meinerzhagen - Hat Meinerzhagen als traditionsreicher Kino-Standort keine Zukunft mehr? Klar beantworten lässt sich diese Frage zurzeit nicht. Heinz Theiß, Betreiber der City-Lichtspiele im Untergeschoss der Stadthalle, ist jedenfalls gewillt, durchzuhalten.

Auch wenn er sein Programm im Vergleich zu früheren Jahren bereits heruntergefahren hat, glaubt er an eine Zukunft des Kinos in der Volmestadt. Sicher ist aus seiner Sicht allerdings nichts. Und das hängt auch mit der Zukunft der Stadthalle und des Stadtplatzes zusammen. Theiß zieht Bilanz: „Ganz klar. Der Umbau des Platzes hat uns extrem viele Besucher gekostet. Früher, etwa zu Zeiten der Harry-Potter-Filme, kamen einige Tausend pro Jahr in die City-Lichtspiele, mit Beginn des Umbaus sank deren Zahl auf einige Hundert.“ 

Dennoch denkt Theiß grundsätzlich positiv, was den Standort Meinerzhagen angeht: „Ich betreibe das Kino nicht mehr als Beruf, sondern inzwischen eher als Hobby. Aber ich hänge daran – und mein Sohn Sebastian ebenfalls.“

Damit in den Lichtspielen die Leinwand künftig nicht dunkel bleibt, müssten allerdings einige Voraussetzungen gegeben sein. Trotz der „Einbußen durch die Großbaustelle“ sieht Theiß dabei den neuen Stadtplatz als positiven Faktor an: „Ein schönens Umfeld ist wichtig, auch um Fördermittel zu bekommen“, weiß er und fügt hinzu: „Die staatliche Filmförderung FFA achtet darauf, dass am Kino-Standort alles stimmt. Und dazu zählt halt auch die Umgebung.“ 

Ein anderer Punkt betrifft die Technik in den City-Lichtspielen. Hier sieht der Cineast in Meinerzhagen großen Nachholbedarf: „Neue Filme haben einen sogenannten Abspielschlüssel. Das Gerät, mit dem sie gezeigt werden können, kostet 75 000 Euro. Das ist natürlich viel Geld – und damit ist es ja noch nicht einmal getan. Der Kino-Saal aus den 1970er-Jahren müsste zusätzlich modernisiert werden. Wenn das alles passieren würde, wäre es meiner Ansicht nach kaum ein Problem, beispielsweise die Technik zu 100 Prozent gefördert zu bekommen.“ 

Zusätzlich will Heinz Theiß aber auch auf Gespräche mit der Stadt Meinerzhagen setzen und um deren Unterstützung bitten: „Denn anders wird es nicht gehen. Auch unter dem Aspekt, dass die Stadthalle ja noch saniert werden soll und ein Einkaufszentrum kommen könnte. Diese Um- und Neubauten dauern wohl wieder einige Zeit.“ 

Kräfte bündeln, auch das könnte nach Ansicht von Heinz Theiß zielführend sein. In dieser Hinsicht gibt es etwas Neues: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir enger mit dem KuK-Verein zusammenarbeiten. Gespräche haben schon stattgefunden und sind noch geplant." Genau hier sieht Theiß eine Chance: „KuK hat gute Verbindungen und auch Lesungen können im Kinosaal Besucher anlocken“, ist er sicher. Und auch ganz „normale“ Kinofilme sollen weiter gezeigt werden, allerdings eher für Kinder und aus der Sparte „Filmkunst für Erwachsene“. Das Programm für die nächsten Tage: Sonntag gibt es ab 15 Uhr Paddington 2, am 6. Mai das Drama und den Liebesfilm „Madame“ für die älteren Generationen. Start ist ebenfalls um 15 Uhr.

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