A45: Sicherheit wird mit Staus "erkauft"

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Staus durch Gehölzarbeiten, die kurz vor der Autobahn-Ausfahrt Meinerzhagen vorgenommen wurden – damit mussten Auto- und Lastwagenfahrer in den vergangenen Wochen leben.

Meinerzhagen - Wer im Bereich Meinerzhagen auf der Sauerlandlinie unterwegs war, musste mitunter Zeit und Geduld mitbringen. Staus bremsten den Verkehr aus. Grund waren allerdings nicht Schnee und Eis oder Unfälle. Stattdessen wurden Fahrbahnsperrungen wegen Gehölzpflegearbeiten vorgenommen.

Zuständig für die A 45 im betroffenen Streckenabschnitt ist die Autobahnniederlassung Hamm des Landesbetriebes Straßen.NRW. Dort werden die Arbeiten koordiniert. Regelmäßig rücken Trupps aus, um die Fahrbahnen der wichtigen und viel befahrenen Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und dem Großraum Frankfurt frei von Bäumen und Sträuchern zu halten. Das dient der Verkehrssicherheit.

Dieser Service muss allerdings mit Staus „bezahlt“ werden. Denn: Um ein effektives und gefahrloses Arbeiten an den Straßenrändern zu gewährleisten, ist eine Verengung der Fahrbahn nötig. In den meisten Fällen bleibt eine Spur offen – auch das eine erhebliche Behinderung des Verkehrs. 

Allerdings ist ein Ende der gesamten Arbeiten bereits in Sicht. Markus Miglietti vom Landesbetrieb: „Wir dürfen diese Maßnahmen nur bis zum 1. März durchführen.“ Das hat einen Grund: „Für bestimmte Gehölze besteht im Zeitraum 1. März bis 30. September ein zeitlich befristetes Fäll- beziehungsweise Beseitigungsverbot. Diese Schutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes sollen dazu beitragen, die Lebensräume bestimmter Arten zu schützen und so die biologische Vielfalt zu erhalten“, informiert das Landes-Umweltministerium.

Erst vor wenigen Tagen hat Sturmtief „Sabine“ an der A 45 deutlich gemacht, wie wichtig Gehölzpflege entlang der Autobahnen ist. Bei Hagen blockierten umgestürzte Bäume die Fahrbahn. Um solche „Ereignisse“ weitgehend auszuschließen, waren die Arbeiter des Landesbetriebes in ihrer grell-leuchtenden Arbeitskleidung am Mittwoch auch bei Meinerzhagen wieder aktiv. Noch am selben Tag beendeten sie ihre Arbeiten aber schon wieder. Weitere Maßnahmen auf dem Gebiet der Volmestadt seien vorerst auch nicht mehr geplant, teilte Markus Miglietti mit. „Weiter geht es für unsere Mitarbeiter jetzt an anderer Stelle im Bereich der Autobahnmeisterei Freudenberg, wo ähnliche Pflegearbeiten anstehen“, fügte er hinzu.

Mit dem Sturmtief „Sabine“ hatte die Maßnahme in Meinerzhagen übrigens nichts zu tun. Miglietti; „Wir sind täglich mit unseren Streckenwagen auf der Autobahn unterwegs und kontrollieren den Bestand. So wissen wir, wo wir eingreifen müssen. In Meinerzhagen haben wir sogenannte Gefahrenbäume entfernt, die morsch und/oder nicht mehr standsicher waren.“ Viel Geld ist für den Landebetrieb mit den gefällten Bäumen nicht zu verdienen. Laut Markus Miglietti werden die Stämme erst gehäckselt und anschließend verkauft. „Beispielsweise an Kraftwerke oder Gärtnereien“, erläutert der Mitarbeiter des Landesbetriebes.

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