Ein Gefühl von Wärme und Weite

Renate Schüller stellt eine Auswahl ihrer Bilder im Eiscafé Venezia aus.

MEINERZHAGEN ▪ Ein Meer aus Blüten leuchtet in der Sommersonne. Wer das Eiscafé Venezia in der Fußgängerzone besucht, kann sich auf eine tolle Kusntausstellung freuen.

Die Orange-, Rot- und Gelbtöne lassen das Gefühl von Wärme und Weite entstehen. Zwei Schritte weiter kann der Betrachter seinen visuellen Sommerausflug in den verwinkelten Gassen eines sonnendurchfluteten Städtchens fortsetzen. Zwei verschiedene Ansichten vermitteln südländische Gelassenheit und Leichtigkeit.

Wer dieser Tage das Eiscafé Venezia in der Fußgängerzone Zur Alten Post besucht, kann dort noch bis zum 10. Oktober eine Auswahl an Bildern der Meinerzhagener Künstlerin Renate Schüller sehen. Die gebürtige Rheinländerin, die vor nunmehr 25 Jahren mit ihrer Familie in die Volmestadt zog, trägt oft viele Schichten Farbe auf, bis das gewünschte Ergebnis zu sehen ist. Dadurch entstehen interessante Strukturen und eine besondere Farbintensität. Neben abstrahierten Landschaften erwarten den Besucher auch ungewöhnliche Ansichten, wie die Darstellung einer Frau, die ganz in Blautönen gehalten ist.

Zehn Bilder haben an den Wänden des gemütlichen Eiscafés Platz gefunden. Die Auswahl fiel Renate Schüller nicht leicht. Schließlich entsteht in ihrem zum Atelier umfunktionierten Arbeitsraum ständig etwas Neues.

So war es für sie auch kein Problem, zeitgleich an einer Ausstellung des Lüdenscheider Kreativkreises im Finanzamt teilzunehmen.

Wer ihr Arbeitszimmer betritt, bekommt sofort einen Eindruck davon, welchen Stellenwert das Malen für die 67-Jährige hat. Flaschen und Tuben mit Farben, Paletten, Pinsel und Staffeleien wohin man sieht. An den Wänden hängen und stehen die Ergebnisse ihrer Malleidenschaft.

Seit mehr als dreißig Jahren bedeutet diese Arbeit zugleich Entspannung und Selbstverwirklichung für die Künstlerin. Dabei betritt sie immer wieder Neuland: „Ich experimentiere gerne und bin selbst oft ganz fasziniert von den Effekten, die sich auf der Leinwand abzeichnen“, erzählt sie.

Während ihre ersten Bilder vorwiegend Aquarelle waren, drückt Renate Schüller ihre Ideen heute besonders häufig mittels einer Mischtechnik aus Acrylfarben und Enkaustik aus. „Es handelt sich dabei um eine Jahrtausende alte Methode“, erklärt sie. „Dabei werden lichtechte wachsgebundene Farben mit Hilfe eines Maleisens geschmolzen und auf den Malgrund aufgebracht.“

Kurse und Seminare

In Kursen und Seminaren entwickelte sie ihre Fertigkeiten weiter und verbrachte immer mehr Zeit beim Experimentieren mit Farben, Techniken und Formen. So kristallisierte sich über Jahrzehnte mehr und mehr ein Malstil heraus, der charakteristisch für ihre Bilder ist: Das Auge darf zur Ruhe kommen, Farben und Formen können ihre wohltuende Wirkung entfalten. Renate Schüller präsentiert ihre Arbeiten regelmäßig bei Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen. In Gesprächen mit Ausstellungsbesuchern und Künstlerkollegen gewinnt sie immer wieder neue Anregungen für ihre Malerei. ▪ ps

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