Gefährliche Kante an der K 7 ärgert Autofahrer

Rudi Lahme (links) und Fred Oehm glauben, dass die hohe Kante am Fahrbahnrand für Autos eine Gefahr darstellt. - Foto: Beil

VALBERT - Das ist ein Höhenunterschied, der stellenweise mehr als zehn Zentimeter beträgt.“ Rudi Lahme aus Vossiepen ist sauer. Und weitere Anwohner der Kreisstraße 7 von Mühlhofe nach Echternhagen seien das auch, weiß er.

Von Jürgen Beil

Stein des Anstoßes ist der Fahrbahnrand der frisch sanierten K 7. Das so genannte Bankett, wo der Teerbelag in den unbefestigten Randstreifen übergeht, sollte im Idealfall eine ebene Fläche bilden. Auf der K 7 kann davon jedoch keine Rede sein. Zehn Zentimeter und mehr beträgt laut Lahme und Ortsvorsteher Fred Oehm der „Absatz“ zwischen Asphaltdecke und dem direkt anschließenden Schotterstreifen. „Und das bei einer gesamten Fahrbahnbreite von ungefähr 3,50 Metern“, weisen Oehm und Lahme auf die ihrer Meinung nach gefährlichen Zustände an der Kreisstraße hin.

Dass Autos mit geringer Bodenfreiheit hier bei Gegenverkehr und einem Ausweichmanöver aufsetzen könnten, lässt sich beim bloßen Hinsehen erahnen. Oehm und Lahme befürchten zudem, dass Reifenschäden vorprogrammiert sind. Und an einigen Stellen gehen Kante und Schotterfläche auch in einen tiefen Entwässerungsgraben über. „Das ist nicht ungefährlich“, fürchtet Oehm, früher selbst einmal Polizist und mit Gefahren im Straßenverkehr bestens vertraut.

„Die Straße wird häufig von Langholztransportern, Schulbussen und großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen benutzt. Ausweichen muss man hier oft. Auf der K 7 gibt es in diesem Bereich nicht einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Hier darf theoretisch jeder 100 Kilometer pro Stunde fahren. Nicht auszudenken, was da passieren kann“, ist Oehm besorgt.

Für Kreisstraßen ist nicht die Stadt zuständig. Da die Probleme im Meinerzhagener Rathaus aber bekannt sind, hat Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck die Sache in die Hand genommen. „Wir stehen in Kontakt mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßen, weil uns die Missstände auch aufgefallen sind. Da muss etwas getan werden, die Bankette sind eindeutig durch den Regen ausgespült. Ich nehmen an, dass der Landesbetrieb, der das für den Kreis regelt, das Problem angehen wird, sobald die Witterung es zulässt.“

„Das Problem ist uns bekannt, wir kümmern uns darum.“ Michael Overmeyer, Pressesprecher des Landesbetriebes Straßen, versprach am Montag gegenüber der MZ, dass Abhilfe geschaffen wird, sobald die Witterung das zulasse: „Momentan sind wir aber oft im Winterdienst gebunden. Die Fläche wird aufgefüllt, aber wir können hier auch nicht jedes Material verwenden, weil es sonst wieder schnell weggespült wird.“ Ein zusätzliches Problem sind laut Overmeyer auf dieser Straße auch die breiten und schweren Fahrzeuge aus der Landwirtschaft. „Aber eigentlich ist das für uns nur eine Routinearbeit.“

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