Gefährlicher Vandalismus in Meinerzhagen

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Eugen Ratzlaff repariert eine defekte Straßenlaterne an der Himbergstraße. ▪

MEINERZHAGEN ▪ In den vergangenen beiden Wochen haben bislang unbekannte Täter an zehn Straßenlaternen die elektrischen Zuleitungen im Inneren zerstört. Dabei konzentrierten sie ihren „Tatendrang“ auf den Bereich Hubertusweg, Himberg-, Garten- und Gerichtstraße.

Die Vorgehensweise war dabei immer die gleiche. Zunächst wurden die Mastverschlüsse geöffnet und die Lampensicherung (in einigen Fällen samt Halterungen) entfernt und dann das Zuleitungskabel zum Lampenkopf durchtrennt. „Ich bin über diese unsinnige und darüber hinaus für den oder die Täter gefährliche Aktion sehr verärgert“, so Markus Schade von der Stadt Meinerzhagen. Schade, er ist beim Tiefbauamt auch für die Straßenbeleuchtung zuständig, weist dabei auf die nicht unerheblichen Reparaturkosten hin. Pro Lampe sind das rund 150 Euro. „Dieses Geld könnte man, besonders in der jetzigen Finanzlage unserer Stadt, sinnvoller nutzen“, so Markus Schade.

Vor einigen Monaten hatten Unbekannte im Bereich der Goethestraße mit einer ähnlichen Vorgehensweise für Finsternis gesorgt. Ein Umstand, der gerade in der derzeitigen Jahreszeit mit ihrer früh einsetzenden Dunkelheit für die Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Bereiche Gefahren mit sich bringt.

Aber auch die Gefahren, welche von den geöffneten Lampenabdeckungen für spielende und entdeckungslustige Kinder ausgehen, sind erheblich. „Wenn da mal ein Kind reinpackt, kann es tödlich ausgehen“, erläutert Eugen Ratzlaff von der Meinerzhagener Firma Busch. Er sorgte direkt nachdem die Stadt Kenntnis von den Beschädigungen erhalten hatte, dafür, dass die Straßenlampen wieder ordnungsgemäß und sicher ihren Dienst verrichten konnten.

Die Stadt hat, wie in allen Fällen von Vandalismus an städtischem Eigentum, Strafanzeige bei der Polizei gestellt. „Um die Taten aufklären zu können, sind wir genau wie bei der Meldung einer Störung auf die Anlieger angewiesen. Deren eventuelle Beobachtungen von Verdächtigen könnten vielleicht zu deren Ergreifung und Bestrafung beitragen“, so Markus Schade.

Von Jochen Helmecke

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