Gedenktag anlässlich des Stadtbrands vor 100 Jahren

MEINERZHAGEN - Unglücke bringen naturgemäß viel Leid mit sich, geben aber zugleich starke Impulse für zukünftige Entwickungen im Sinne der Sicherheit. So stand auch das Gedenken an die verheerende Brandkatastrophe, die vor 100 Jahren in der Volmestadt 24 Häuser vollständig zerstörte und 34 Familien vorübergehend obdachlos machte, ganz im Zeichen der Dankbarkeit dafür, dass heutige Sicherheitsstandards und die ausgezeichnet ausgebildeten Brandbekämpfer der Freiwilligen Feuerwehr ein Unglück dieses Ausmaßes wohl nicht mehr zulassen würden.

Von Petra Schüller

Passend dazu nahm das Glaubensbekenntnis des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonnhoeffer eine zentrale Rolle während des ökumenischen Gottesdienstes ein, den mehrere hundert Menschen im Stadtpark miterlebten. In diesem Bekenntnis heißt es: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.“ Pfarrer Klaus Kemper-Kohlhase erinnerte an eine glückliche Fügung, die damals dafür sorgte, dass der Brand zwar einige Bürger verletzte, aber keine Menschenleben forderte. Dank der Beharrlichkeit des damaligen Bürgermeisters Heedfeld seien nur zwei Jahre vor der Katastrophe eine zentrale Wasserversorgung eingerichtet und an mehreren Stellen erste Hydranten angeschlossen worden.

Nach der stimmungsvollen Andacht im Stadtpark, in deren Verlauf neben den Geistlichen Klaus Kemper-Kohlhase, Petra Handke und Peter-Wilhelm Keinecke auch Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath und Michael Berkenkopf, Geschäftsführer der Meinerzhagener Stadtwerke das Wort ergriffen, erwartete die Besucher in der für den Verkehr gesperrten Bahnhofstraße und im Park ein buntes Programm mit Infoständen zum Thema Sicherheit, kulinarischen Angeboten und Schauübungen der Freiwilligen Feuerwehr Meinerzhagen in Zusammenarbeit mit dem DRK.

Dichter Qualm, der aus dem Obergeschoss des Rathauses aufzusteigen schien, leitete eine spektakuläre „Rettung“ mehrerer Personen ein, zu denen auch Bürgermeister Erhard Pierlings gehörte. Der stellvertretende Wehrleiter Andreas Barutta kommentierte das Geschehen für die Zuschauer.

Im Drehleiterkorb sicher durch die Luft befördert, richtete auch der Bürgermeister das Wort an die Menge und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sowohl die Wasserversorgung als auch der Brandschutz als kommunale Aufgaben hier vor Ort bei den Stadtwerken und der Freiweilligen Feuerwehr in sehr guten Händen seien.

Rubriklistenbild: © ps

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare