Gedenkgottesdienst für Pastor Mühlhoff

In einer bewegenden Predigt würdigte Superintendent i.R. Hans Ulrich Köster den verstorbenen Karl Friedrich Mühlhoff.

MEINERZHAGEN - Die Botschaft von der Auferstehung und dem ewigen Leben aus dem Johannes-Evangelium hat Superintendent i.R. Hans Ulrich Köster zum Thema des musikalischen Gedenkgottesdienstes für den verstorbenen Karl Friedrich Mühlhoff, ehemaliger Pfarrer der Gemeinde Meinerzhagen und Superintendent des Altkirchenkreises Lüdenscheid, gewählt.

Mühlhoff war am 14 Oktober 90-jährig gestorben.

Es war eine etwas ungewöhnliche Form eines Gedenkgottesdienst, zu der sich am Samstag eine große Trauergemeinde in der Jesus-Christus-Kirche versammelt hatten. „Da Karl Friedrich Mühlhoff die Musik geliebt hat, die Klassische wie auch die Kirchenmusik, und ganz besonders die Musik von Johann Sebastian Bach, werden in diesem Gedenkgottesdienst ausschließlich Kompositionen von Johann-Sebastian Bach gespielt“, sagte Hans Ulrich Köster und sprach damit besonders der Familie des Verstorbenen Karl Friedrich Mühlhoff Trost aus.

Karl Friedrich Mühlhoff habe selber Orgel gespielt und im Chor der Jesus-Christus-Kirche mitgesungen. Und so sang auch der Chor der Jesus-Christus-Kirche unter der Leitung von Gerlinde Rentrop, die auch die Werke Bachs auf der Orgel intonierte, zu diesem Anlass Kompositionen von Johann Sebastian Bach an und unterstützte die Trauergemeinde beim gemeinsamen Gesang. Leben und Tod lägen ganz dicht beieinander. Auch wenn wir das wissen, wollen wir es nicht wahr haben, sagte Superintendent i.R. Hans Ulrich Köster.

Christen sagen, Gott mutet uns das zu, denn er hat uns als Menschen sterblich geschaffen. Das Gott aber Mut macht zum Leben, das wurde in den Betrachtungen von Superintendent i.R. deutlich. Der Tod von Karl Friedrich Mühlhoff erinnere uns daran, dass wir hier auf der Erde nur zur Durchreise sind, führte Hans Ulrich Köster weiter aus. Das wurde auch besonders deutlich hervorgehoben durch den Choral von Paul Gerhardt (1607 – 1676) „Ich bin ein Gast auf Erden“. Dieser Choral Paul Gerhardts, der als einer der bedeutendsten deutschen Kirchenlieddichter gilt, lag dem Verstorbenen Karl Friedrich Mühlhoff besonders am Herzen. Hans Ulrich Köster stellte ausführliche Betrachtungen über die Botschaft, die diesem Chorals inne wohnt, an. Gemeinsam mit der Gemeinde wurden diese Verse dann abwechselnd gelesen und gesungen. „Ja wir sind hier nur Gäste auf Erden, aber wir haben eine ewige Heimat bei Gott“, sagte Hans Ulrich Köster.

In seiner Predigt würdigte und gedachte der Pfarrer einem Mann, der wusste was er wollte und wohin er wollte. Er wusste sich von Gott berufen. Er sollte den Beruf des Kaufmanns erlernen, aber er wusste, dass er Pfarrer werden musste, führte der Pfarrer weiter aus. Er lobte seinen Fleiß und seinen Durchsetzungswillen, seine Tatkraft und sein Organisationstalent, seine Kooperationsbereitschaft und seinen Weitblick. Große Wertschätzung erfuhr Karl Friedrich Mühlhoff besonders auch durch seine Mitarbeit in vielen Gremien. „Seine Fürsorge und Liebe galt seiner Frau Hanne und seiner Familie“.

Der Glaube und die Hilfe des Herrn habe dem Verstorbenen Kraft gegeben. Das habe ihn auch die Trauer um den viel zu frühen Tod seines Sohnes ertragen lassen, sagte Hans Ulrich Köster. „Die letzten Tage seines Lebens wurde Karl Friedrich Mühlhoff im Wilhelm-Langemann-Haus rührend versorgt“. Auferstehung heiße bei Gott zu sein, sagte Superintendent Hans Ulrich Köster zum Abschluss des Gedenkgottesdienstes. - bäs

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