Volkstrauertag: Gedenkfeiern in Meinerzhagen, Valbert und Hunswinkel 

+
Vertreter von Politik und Verwaltung, Vereinen und Verbänden gedachten an der Heerstraße den Opfern von Krieg und Gewalt.

Meinerzhagen/Valbert - Der Opfer von Krieg, Verfolgung und Gewalt wurde am Sonntag im Rahmen des Volkstrauertages auch in Meinerzhagen und Valbert gedacht.

In Meinerzhagen eröffnete das Jugendblasorchester Meinerzhagen die Gedenkveranstaltung, an der unter anderem neben Bürgermeister Jan Nesselrath auch die Schützengesellschaft und die Feuerwehr teilnahmen, bevor Pfarrerin Petra Handke in ihrer Rede ein Gedicht von Edlef Köppen aus dem Jahr 1915 zitierte, in dem es heißt „Einen Tag lang in Stille untergehen! Einen Tag lang den Kopf in Blumen kühlen und die Hände fallen lassen und träumen: diesen schwarzsamtnen, singenden Traum: Einen Tag lang nicht töten.“ Dieser Traum sei von vielen während des Ersten Weltkrieges geträumt worden – und doch nicht in Erfüllung gegangen. 

Handke erinnerte aber auch an den 30-jährigen sowie an den Zweiten Weltkrieg. „Nun leben wir seit fast 70 Jahren in Frieden – das ist ein geradezu unglaublicher Zeitraum.“ Doch mit Blick auf die Geschichte sei dies nichts, auf dem sich ausruhen ließe. Der Volkstrauertag sei ein Tag des Gedenkens, der stillen Einkehr und der Trauer, aber eben auch einer der kritischen Reflexion. „Denn wir müssen uns bewusst sein: Frieden entsteht in keiner Zeit von selbst“, mahnte Handke zu einem steten Bemühen um Frieden – im eigenen Land, wie auch überall auf der Welt. Denn Frieden müsse immer wieder hart erarbeitet werden. Dies gelte für die Personen, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung übernehmen, „aber eben auch für jeden einzelnen von uns. Die Opfer von Krieg und Gewalt mahnen uns, dass alle für ein friedliches Miteinander einstehen müssen“. 

Pfarrerin Handke erinnerte aber nicht nur an die Opfer vergangener Zeiten, sondern gedachte auch der „Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen unserer Zeit“ sowie „allen, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind.“ 

Nach einem musikalischen Beitrag des Männerchores Meinerzhagen gemeinsam mit dem MGV Volmequelle Scherl, wurden insgesamt acht Kränze am Ehrenmal niedergelegt – vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Stadt, der Schützengesellschaft, des Sozialverbandes Deutschland, dem Bund der Vertriebenen, der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK und dem TC Grün-Weiß Meinerzhagen. Im Anschluss ging es für die Besucher weiter zu der Kriegsgräberehrenstätte auf dem evangelischen Friedhof. 

An den beiden Feierstunden zum Volkstrauertag in Hunswinkel und auf dem Soldatenfriedhof in Valbert nahmen auch in diesem Jahr traditionell wieder Abordnungen der Feuerwehr und der Schützenvereine teil. Nach der Begrüßung durch den Ortsvorstehers Hans-Gerd Turck erinnerten Pastor Achim Schwarz, Maik Homuth und Dominik Busch in ihren Reden an die Opfer vergangener Kriege und die heutigen, weltweiten Konflikte mit ihren zahlreichen Toten und Verletzten. Die Kränze zur Erinnerung an die Opfer wurden unter Beteiligung der Besucher der beiden Gedenkstunden an den Mahnmalen niedergelegt. Für die musikalische Ausgestaltung sorgten die Meinhardus Musikanten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare