David hat die Nase vorn

Geburten und Hochzeiten: Das sind die Trends in Meinerzhagen

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Symbolbild

Fast genauso viele Eheschließungen wie im Vorjahr, weniger Geburten, dafür aber eine gestiegene Anzahl der Sterbefälle – das geht aus einem Blick in die Meinerzhagener Statistik hervor. Zumindest bei der Wahl der Vornamen zeigt sich: die Meinerzhagener lieben Konstanz – und den Anfangsbuchstaben M.

Insgesamt 215 junge Meinerzhagener erblickten im Jahr 2019 das Licht der Welt. Die Jungen haben dabei die „Oberhand“. 127 männliche Babys wurden geboren, dagegen „nur“ 88 kleine Volmestädterinnen. Im Vergleich war das Vorjahr ein geburtenstärkeres Jahr. 2018 wurden 223 Kinder im Rathaus an der Bahnhofstraße registriert. 2016 waren es dagegen nur 198, im Jahr davor sogar noch zehn Kinder weniger. 

Angemeldet werden die neuen Erdenbürger jeweils in den Städten, in deren Krankenhäusern sie geboren werden, also beispielsweise in Lüdenscheid, Attendorn, Gummersbach oder Wipperfürth. Die Daten der Neugeborenen werden dann ins Meinerzhagener Bürgerbüro übertragen. 

David bei den Jungs vorn

Bei den Vornamen entschieden sich fünf frischgebackene Eltern für David. Er löst den Vorjahresfavoriten Ben ab, der 2018 gar nicht mehr vorne in die Meinerzhagener Namenshitliste auftaucht. Emil, Felix, Julius, Lion, Mats und Oskar wurden dagegen jeweils drei der 2018 geborenen Meinerzhagener Jungen genannt. Auffallend ist, dass die meisten Jungenvornamen mit M beginnen: Mats, Mika, Milan, Maximilian, Miron, Milo oder Malik. 

Top bei Mädchen:  Emma, Lea, Marie und Paula

Gleiches gilt auch für die Mädchen, denn Marie, Mira, Malia, Mila, Martha, Merle oder Madlen tauchen in den Namenslisten auf. Am häufigsten, und das jeweils dreimal, wurden allerdings in die weiblichen Vornamen Emma, Lea, Marie und Paula gewählt. Danach folgen, jeweils zweimal, Charlotte, Eva, Emilia, Elif, Mia und Sophie. Geburt und Tod – beides spielt in der Statistik eine Rolle und wird im Rathaus registriert. 

Deutlich mehr Sterbefälle

126 Sterbefälle gab es im vergangenen Jahr – deutlich mehr als in den Jahren davor. 2018 waren es 107, 2017 110 und ein Jahr davor 111. 2013 waren es sogar nur 89. Nicht nur im Dezember, so hat Standesbeamtin Martina Crone-Fischer festgestellt, seien viele Menschen verstorben, nämlich 18. Im Januar 2019 seien es sogar 24 gewesen. 

Zahl der Eheschließungen konstant

Die Zahl der Eheschließungen lag 2019 mit 106 ähnlich hoch wie im Vorjahr, 2018 waren es 107. In den beiden Jahren davor war die Zahl mit 118 und 117 etwas höher. „Für das neue Jahr haben wir allerdings schon viele Anmeldungen mit Bleistift im Kalender notiert“, berichtet Martina Crone-Fischer, die zusammen mit ihren Kollegen Yvonne Rautenberg und Thomas Schwan die Eheschließungen in Meinerzhagen durchführt. Insgesamt 41 Voranmeldungen gebe es. 

Der klassische Hochzeitsmonat Mai scheint gefragt – allein elf Paare möchten sich bis jetzt im Wonnemonat das Ja-Wort geben. Dass die Voranmeldungen zunächst mit Bleistift notiert werden, hat Sinn. Theoretisch können sie schnell wieder ausradiert werden, wenn es sich ein Paar anders überlegt. „Das passiert allerdings sehr selten“, weiß Martina Crone-Fischer, die dabei auch erklärt, dass Paare sich für ihre standesamtliche Trauung frühestens ein halbes Jahr im Voraus verbindlich anmelden können.

Mit den Planungen für den „schönsten Tag des Lebens“ beginnen die Brautleute in spe jedoch meist schon viel früher. Dabei geht es vor allem darum, eine Feier zu gestalten, die genau den Wünschen von Braut und Bräutigam entspricht. 

Villa bietet neue Möglichkeiten

Hier bietet sich in Meinerzhagen seit wenigen Monaten beispielsweise noch eine weitere Variante für die standesamtliche Trauung an. Seit der Fertigstellung der Villa im Park können Paare auch das alte, stilvoll renovierte Gebäude für ihre Trauung nutzen. Drei Paare hätten sich bereits im vergangenen Jahr das Ja-Wort in der Stadtvilla gegeben. Die Vorstellung, in der Villa im Stadtpark zu heiraten, gefalle viele jungen Paaren, hat die Standebeamtin festgestellt. Acht Anfragen gebe es für das Jahr 2020, zwei Termine stünden bereits fest. 

Wer in der Villa getraut werden möchte, muss diese Räumlichkeit mieten, denn bekanntlich wurde sie nach der Fertigstellung an die Stiftung Villa im Park übergeben. Verwaltet wird sie derzeit noch von der Stadt Meinerzhagen. Sarah Schölling berät interessierte Paare bei einem Besichtigungstermin vor Ort. „Wir versuchen dabei natürlich, auf alle Wünsche einzugehen“, sagt sie. Ein Sektempfang nach der Trauung oder gleich eine größere Feier – beides sei möglich. Wenn die Gesellschaft allerdings mehr als 65 Personen zähle, werde es eng, gibt Katharina Suerbier vom Stiftungsvorstand zu bedenken. „Wenn es gewünscht wird, helfen wir beispielsweise auch dabei, einen Caterer für die Feier zu finden.“ 

Wie teuer eine Hochzeit in der Villa sei, richte sich daher nach den individuellen Planungen. Wer nach der standesamtlichen Trauung bei einem Sektempfang anstoßen wolle, könne mit einem Mietpreis unter 400 Euro kalkulieren. Die Villa sei eine Alternative zum Trauzimmer im Alten Rathaus an der Bahnhofstraße. Doch auch das Trauzimmer biete ein schönes Ambiente, so Martina Crone-Fischer, die mit ihren Kollegen 2020 auch an sechs Samstagen Trauungen durchführt. Termine sind der 14. März, 25. April, 16. Mai, 27. Juni, 4. Juli und 8. August. 

Probleme am 2.2.2020

Ein markantes Hochzeitsdatum mit einprägsamen Zahlenkombinationen wäre der 2.2.2020 – das ist allerdings ein Sonntag. Eine Alternative wäre der 20.2. – ein Mittwoch. Wer heiraten möchte und sich noch nicht auf ein Datum festgelegt hat, könnte aber auch den 2. Oktober wählen – den Tag des Lächelns – oder den 6. Juli – den Tag des Kusses. Auch der 24. Juli – Tag der Freude – ist ein Tag mit gutem Omen.

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