1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Meinerzhagen

Gebühren 2022: So viel muss eine Familie in Meinerzhagen zahlen

Erstellt:

Von: Klaus Schliek

Kommentare

So viel bezahlen die Meinerzhagener.
So viel bezahlen die Meinerzhagener. © F. Zacharias

Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Abwasserbeseitigung: Die Berechnung dieser Gebühren für das kommende Jahr stand im Mittelpunkt des öffentlichen Teils der Sitzung des Hauptausschusses.

Meinerzhagen – Das Gremium tagte am Montagnachmittag unter Leitung von Bürgermeister Jan Nesselrath im Otto-Fuchs-Saal der Stadthalle. Jeder Haushalt zahlt die genannten Gebühren. Daher liegt den Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie den Bürgervertretern in Hauptausschuss und Rat viel daran, diese Abgaben möglichst moderat zu gestalten. Die uneingeschränkte Zustimmung im Hauptausschuss zeigte, dass das für das Jahr 2022 gelungen ist.

Müllabfuhr

Bei der Müllabfuhr steht für alle Behälter von 60 bis 5000 Litern Fassungsvermögen eine leichte Gebührenerhöhung an. Die Leerung der kleinsten Tonne wird 147,36 Euro im Jahr kosten – im Vergleich zu diesem Jahr ein Plus von 1,44 Euro. Der 1100 Liter Behälter, der meist an großen Häusern steht und von mehreren Haushalten genutzt wird, schlägt künftig mit 2712 Euro zu Buche – im Jahresvergleich ein Plus von 37,72 Euro. Der Sperrgutsack kostet demnächst 7,87 Euro – 50 Cent weniger als in diesem Jahr.

Die Vorlage zum Thema Müllentsorgung verweist noch darauf, dass die Stadt hier aktuell über eine Gebührenausgleichsrücklage in Höhe von 187 600 Euro verfügt. Daraus werden im neuen Jahr 130 000 Euro entnommen. Ohne diesen „Zuschuss“ würde die Müllgebühr etwas stärker ansteigen.

Straßenreinigung/Winterdienst

Der lange Winter 2020/2021, höhere Kosten für die Dienstleistungen des Bauhofs und steigende Deponiekosten für den Straßenkehricht verteuern im kommenden Jahr den Kehr- und Winterdienst. Grundbesitzer bezahlen für das Kehren der Straße künftig 1,51 Euro und für den Winterdienst 1,35 Euro pro Frontmeter. Die Vergleichswerte aus diesem Jahr: 1,31 Euro beim Kehr- und 1,19 Euro beim Winterdienst. Geld aus der Rücklage gibt es nicht, da bereits für den letzten Wintereinsatz 70 000 Euro entnommen werden mussten.

Klärschlamm

Im Stadtgebiet gibt es rund 250 private Kläranlagen und abflusslose Gruben. Diese müssen regelmäßig entleert werden. Die Abfuhrkosten pro Kubikmeter erhöhen sich um 1,70 Euro auf jetzt 41,24 Euro. Hinzu kommt die Klärkostengebühr. Sie beträgt im Zuständigkeitsbereich des Aggerverbands künftig 47 Euro und im Zuständigkeitsbereich des Ruhrverbands 45 Euro pro Einwohner – das ist ein Plus von jeweils einem Euro.

Entwässerung

Ein ganz klein wenig günstiger wird die Entwässerung für die vielen Bürgerinnen und Bürger, deren Häuser und Wohnungen an das städtische Kanalnetz angeschlossen sind. Die Gebühr für die Schmutzwasserentsorgung sinkt im Jahresvergleich pro Kubikmeter von 3,97 auf 3,94 Euro. Die Niederschlagswassergebühr beträgt 2022 noch 0,84 Euro pro Quadratmeter bebauter oder befestigter Fläche – das ist ein Cent weniger als in diesem Jahr. Möglich wird das unter anderem durch die Entnahme von 300 000 Euro aus der Rücklage.

Auch interessant

Kommentare