Versteckte Idylle

Urlaubsregion Meinerzhagen: Auch internationale Gäste kommen

+
Ein Idyll, in dem sich Gäste wohlfühlen können. In seinem Haus am Fritz-Paulmann-Weg vermietet Dhyanesh Kostka eine Ferienwohnung, die der auf Airbnb anbietet. Auch in der Corona-Zeit ist die Nachfrage groß.

Meinerzhagen - Der Garten ist ein reines Blumenparadies. Versteckte Idylle. Am dicken Ast der alten Buche hängt eine Hängematte. Entspannung pur. „Und abends können die Gäste hier ein grandioses Schauspiel beobachten“, lacht Dhyanesh Kostka: „Dann, wenn sich die Eichhörnchen bei ihrer Futtersuche zum Vogelhäuschen hangeln.“ Urlauber kommen auch in der Corona-Zeit zu Dhyanesh Kostka.

Urlaub im Sauerland, ländliche Atmosphäre am Fuße des Ebbegebirges mit seinen Wäldern, ein „Katzensprung“ nur entfernt die beschaulichen Talsperren, nicht weit zugleich auch die nordrhein-westfälischen Metropolen Köln und Ruhrgebiet. Das sei es, was seine Gäste in die Volmestadt locke, ist Dhyanesh Kostka überzeugt. Kaum seien Reisen wieder möglich gewesen, habe sich auch die Buchungslage prompt wieder geändert. Kostka vermietet auf seinem Grundstück am Fritz-Paulmann-Weg eine Ferienwohnung sowie ein sogenanntes Tiny-Haus. Mit Beginn der Pandemie sei von einem auf den anderen Tag „alles weggebrochen“. Mit den Reise-Lockerungen änderte sich das schnell. „Innerhalb einer Woche war alles wieder voll. Wir sind ausgebucht bis Ende August.“

Nachfrage ist groß

Dass die Nachfrage groß sei, dafür hat der Meinerzhagener eine einfache Erklärung: Über die Plattform Airbnb, auf der er seine Unterkünfte anbietet, erreiche man auch internationales Publikum – was zugleich eine Chance sei für den Tourismus in der Region, wie Kostka findet.

Grünes Spitzdach, urige Atmosphäre: Sein Sauna-Hotel bietet der Meinerzhagener Dhyanesh Kostka ebenfalls Feriengästen an. Die Nachfrage ist auch hier groß – gerade bei Kurzurlaubern.

Das System mache es Gastgebern und Gästen einfach. Kostka beantwortet Buchungsanfragen seiner potenziellen Urlauber, „mit der finanziellen Abwicklung habe ich aber nichts zu tun. Mein Geld für die Vermietung bekomme ich von Airbnb“, erklärt er und sieht in diesem Prozedere enorme Vorteile.

Internationales Publikum

Dass man auf diesem Weg leicht noch mehr Gäste in die Region locken könnte, davon ist Dhyanesh Kostka überzeugt. Sein internationales Publikum, das in sein Haus an Meinerzhagens Stadtrand einkehre, sei der beste Beweis. Die unterschiedlichsten Gäste habe er schon beherbergt, von Texas bis Taiwan waren Länder dabei. Ein Paar aus Neuseeland habe während seiner Europareise einen Stopp in der Volmestadt eingelegt. Wie die Gäste aus dem Ausland gerade auf Meinerzhagen aufmerksam werden? „Bestimmt nicht, indem sie bei der Stadt anrufen und nach einem Unterkunftsverzeichnis fragen“, ist Kostka überzeugt. Eine Plattform wie Airbnb sei hier wohl der gängigere Weg.

Keine negativen Erfahrungen

Negative Erfahrungen habe er in den zurückliegenden fünf Jahren, in denen er sein kleines Sauna-Hotel sowie seine Ferienwohnung, die in seinem Reihenhaus fast unmittelbar neben seiner eigenen Wohnung liegt, anbietet, nicht gemacht, berichtet Kostka. Stattdessen, sagt Kostka, zeige die Erfahrung, dass sich die Gäste in drei Gruppen einteilen lassen: „Es gibt die, die hier einen Sauerlandurlaub verbringen möchten, die wandern gehen oder zur Bigge fahren. Dann gibt es jene, die eine schöne Unterkunft suchen, um von dort aus in die umliegenden großen Städte zu fahren. Dass wir unheimlich zentral liegen, Autobahnen und auch Flughäfen in der Nähe sind, ist ein Riesenplus. Und es gibt die Gäste, die auf der Durchreise sind, beispielsweise auf der Reise von Skandinavien nach Italien einen Stopp einlegen.“ Dass er Gäste habe, die sich auf einer Rundreise befinden, komme häufig vor. „Zumindest im letzten Jahr, ohne Corona, war das so.“

Mehr Anfragen von Urlaubern

In diesem Sommer gebe es dafür eher Anfragen von Urlaubern, die ihre ursprünglichen Reisepläne dank Corona über den Haufen werfen mussten. Ein Beispiel sei eine Familie gewesen, die ursprünglich in die USA habe fliegen wollen. „Stattdessen haben sie jetzt Urlaub in Meinerzhagen gemacht“, so Kostka.

Verständigungsprobleme

Dass, so wie im Augenblick, Gäste aus den Nachbarländern an die Volme reisen – ist nichts Besonderes mehr für Dhyanesh Kostka, der sich daher wünschen würde, dass man sich auch im Tourismusbüro noch gezielter auf Meinerzhagens internationales Publikum einstellt. „Eine Urlauberin aus den Niederlanden hat über Verständigungsprobleme geklagt.“ Auch auf europäische Urlauber, so Kostka, müsse man sich in Meinerzhagen entsprechend vorbereiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare