Fußgängerzonen sollen attraktiver werden

Händler können noch Blumenkübel ordern

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Zwei Arten von Blumenkübeln sollen die Innenstadt schmücken: Hier die Version für den Einzelhandel.

Meinerzhagen - Die Meinerzhagener Innenstadt soll schöner werden: Dieses Ziel verfolgt die Stadt unter anderem mit dem sogenannten Verfügungsfonds, der im vergangenen Jahr im Rahmen der Regionale 2013 eingerichtet wurde.

Private Projekte können so zu 50 Prozent gefördert werden – doch noch sind längst nicht alle zur Verfügung stehenden Mittel in Anspruch genommen worden.

Mit 40 000 Euro können private Projekte unterstützt werden, wenn diese zu mindestens 50 Prozent durch den Antragssteller eigenfinanziert sind. Die maximal förderfähige Höhe je Projekt beträgt 10 000 Euro – eine Summe, die bislang nur von Seiten des Stadtmarketingvereins für die Weihnachtsbeleuchtung in Anspruch genommen wurde.

„Ansonsten sind natürlich auch Privatpersonen oder einzelne Gruppen eingeladen, Anträge zum Verfügungsfonds zu stellen“, sagt Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter „Technischer Service“. Grundsätzlich hält er eine Bündelung solcher Anträge durch den Stadtmarketingverein jedoch für sinnvoll – wenn es etwa um die Blumenkübel geht, die in den Fußgängerzonen Derschlager Straßen und Zur Alten Post sowie an der Volmestraße aufgestellt werden sollen.

Wie berichtet, hatte sich eine Workshopreihe bereits vor zwei Jahren Gedanken zur Attraktivitätssteigerung der Fußgängerzonen gemacht und eine einheitliche Bepflanzung vorgeschlagen. Daraus entstand die Idee, den Verfügungsfonds anzuzapfen: Seither können Einzelhändler und Gastronomen Bestellungen aufgeben, um ihren Außenbereich mit anthrazitfarbenen Pflanzgefäßen aufzuwerten.

Statt der sonst fälligen etwa 220 Euro pro Kübel fällt für die Besteller nur die Hälfte an, der Rest soll aus dem Fonds gezahlt werden. Der dazu notwendige offizielle Antrag soll in den kommenden Tagen eingereicht werden. „Daher ist es natürlich noch möglich, dass sich Händler noch anschließen und ebenfalls Pflanzkübel bestellen“, wirbt Bernd-Martin Leonidas, Geschäftsführer des Stadtmarketings Meinerzhagen, für die Aktion. Die entsprechenden Formulare – sowohl für Einzelhändler als auch für Gastronomen – sollen zeitnah auf der Internetseite des Vereins (www.unser-m.de) zu finden sein.

Die 70 Zentimeter hohen und 33 Zentimeter breiten Gefäße aus dem Material „Fibreclay“ gelten als besonders wetter- und UV-beständig und sollen für ein einheitliches und hochwertiges Bild in der Innenstadt sorgen. Bepflanzt werden sollen die Kübel mit Buchsbäumen.

„Mit der bisherigen Resonanz sind wir durchaus zufrieden“, sagt Bernd-Martin Leonidas, dem immerhin Bestellungen von fast 20 Pflanzgefäßen vorlägen. Luft nach oben gibt es natürlich dennoch – und so hofft er auf weitere Interessenten.

Dass die zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel bis zum Auslaufen des Fonds Ende 2016 nicht ausgereizt werden, hoffen weder Leonidas noch Rothaar. In Arbeit seien daher weitere Projekte, die durch das Stadtmarketing koordiniert und beantragt werden sollen.

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