Fußgängerbrücke wird eingeweiht

+
Der links abgebildete Aufzug soll in der kommenden Woche ebenso nutzbar sein wie die Treppe im Vordergrund. Der zweite Aufzug, auf dem Bild rechts oben, bleibt ebenso wie die Treppe zum Bahnsteig aber gesperrt.

Meinerzhagen - „In der kommenden Woche werden wir die Fußgängerbrücke vom Busbahnhof (ZOB) bis zur Weststraße in Nutzung nehmen.“ Lange hatten Bürger, Politik und Verwaltung darauf gewartet, am Donnerstag konnte die gute Nachricht von Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck vermeldet werden.

Am Dienstag oder Mittwoch, so der Zeitplan, soll es so weit sein. „Dann ist es möglich, vom ZOB zur Weststraße und den Park-and-Ride-Parkplätzen zu gelangen, und auch der Aufzug vom Omnibusbahnhof auf die Brücke wird in Betrieb gehen“, freut sich Tischbiereck. Bis dahin soll zudem die Ampelanlage an der Weststraße, die auch der Sicherheit der Gymnastiasten dient, freigeschaltet werden. Kontakt mit den Busunternehmen wurde ebenfalls aufgenommen. Sie werden dann das Gymnasium nicht mehr direkt anfahren, sondern am ZOB halten.

Der Wermutstropfen: Während die Treppe vom ZOB auf das Bauwerk freigegeben werden kann, bleibt der Zugang von der Brücke auf den Mittelbahnsteig weiter gesperrt. Das liegt laut Tischbiereck daran, dass es an dieser Zuwegung noch sicherheitsrelevante Mängel gibt. Die Tritthöhe der Stufenabsätze ist nicht gleich. Und auch der zweite Aufzug kann noch nicht freigeschaltet werden. Zwar ließe sich über ihn der Bahnsteig erreichen, weil die technisch mangelhafte und daher gesperrte Treppe jedoch als Fluchtweg dient, kommt das nicht in Frage. Offizielle geht die Fußgängerbrücke deshalb auch nicht „in Betrieb“, im Rathaus wählte man die Formulierung „in Nutzung“.

Niemand außer den Bauarbeitern hat die etwa 1,1 Millionen Euro teure Brücke je betreten, dennoch hat sie eine lange Vorgeschichte. Immer wieder tauchten Mängel auf, die die Einweihung verzögerten. Und auch jetzt sind die Ausbesserungsarbeiten noch lange nicht beendet. So ist nun geplant, die Treppe auf den Bahnsteig auf einer Seite hydraulisch um etwa drei Zentimeter anzuheben, um die „Schräglage“ auszugleichen. Die Frist, die die Stadt dem zuständigen Unternehmen für die Mängelbeseitigung einräumte, lief laut Tischbiereck am Mittwoch ab. Nun werde man wohl eine „Ersatzvornahme“ durchführen, sprich eine andere Firma wird die Ausbesserungsarbeiten ausführen müssen. Wann das passieren kann, ist völlig offen. „Das muss mit einem Statiker abgestimmt werden und auch ein Stahlbauunternehmen, das so etwas kann, ist nicht ad hoc zu bekommen“, erläuterte Tischbiereck.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare