Fußballnachwuchs wird intensiv gefördert

Ehrung verdienter Vereinsmitglieder beim RSV Listertal.

MEINERZHAGEN ▪ Schon die Kleinsten sollen beim RSV Listertal künftig noch intensiver gefördert werden, damit dem Verein qualifizierter Nachwuchs sicher ist. Darüber waren sich am Freitagabend bei der Hauptversammlung des 438 Mitglieder starken Fußballvereins im Gasthof Hültekanne eigentlich alle einig. Lediglich die Frage, wie das umzusetzen sei, wurde von den Trainern und Betreuern der neun Jugendmannschaften in einigen Punkten kontrovers diskutiert.

Durch regelmäßig stattfindende Erfolgskontrollen soll es den Trainern bald besser möglich sein, die Stärken und Schwächen jedes Kindes zu ermitteln, um dann zielgerichteter fördern zu können. „Es ist gut, die Kinder zu fördern, aber es darf nicht zu viel Leistungsdruck entstehen“, warnte ein Betreuer vor zu hohen Erwartungen.

Aufstiegsträume haben sich

leider zerschlagen

Wie Geschäftsführerin Anke Tönjes in ihrem Jahresbericht aufzeigte, konnten sowohl die 1. als auch die 2. Mannschaft des RSV Listertal ihre Aufstiegsziele in der letzten Saison nicht verwirklichen. „Schlimmer noch, aus dem erhofften Aufstieg wurde ein Abstieg”, bedauerte sie und erklärte: „Durch organisatorische Änderungen im Kreis Olpe, die aus den zwei A-Kreisligen eine machten, rutschten die Mannschaften eine Liga nach unten. Unsere erste Mannschaft spielt jetzt nur noch in der Kreisliga C, die 2. Mannschaft in der Kreisliga D.” Die dritte Mannschaft musste schließlich gestrichen werden, weil häufig nicht genug Spieler da waren.

Über sportliche Erfolge konnten einige Trainer der Jugendmannschaften berichten. Die D1 könne sich bislang erfolgreich in der Leistungsliga behaupten und zeige einen vielversprechenden Trainingseinsatz, berichtete Torsten Hiber, der die 17 Teenager zusammen mit Ignazio Giamporcaro trainiert. „Die Trainingsbeteiligung liegt bei nahezu hundert Prozent”, so Hiber. Es sei schon etwas Besonderes, dass die Mannschaft gegen Vereine antrete, die auch im Seniorenbereich in höheren Klassen spielen. „Das merkt man auch den Jugendmannschaften an.” Derzeit belege die D1 den siebten Tabellenplatz. Auch die F1 zeigt gute Leistungen und spielt „locker weg im oberen Drittel mit”, wie Trainer Erkan Cebeci berichtete. Mit Euphorie sind auch die Minikicker im Alter von vier bis sieben Jahren bei der Sache. Die 25 kleinen Fußballer werden von Jens Groll, Thomas Benninghaus und Ingo Hartmann unter Mithilfe von Herbert Zelinski betreut. „In meinen Augen ist das die beste Mannschaft der Liga”, unterstrich Groll begeistert. „Sie sind zwar derzeit auf Platz zwei, aber sie gehören nach ganz oben.”

Verein ist auch sozial engagiert

Geschäftsführerin Anke Tönjes erinnerte daran, dass der RSV Listertal sich auch sozial engagiert. So startete der Verein im Sommer 2009 auf Initiative von Jens Groll das Projekt „sportlich sehen” in der heimischen Einrichtung für mehrfach behinderte und blinde Menschen, Haus Valbert. Die Vereinsmitglieder luden die Bewohner zu geführten Walking-Touren durchs Ebbe oder zum Fußballspielen ein. Der Verein beteiligte sich außerdem an der Suchtprophylaxe-Woche der Ebbeschule, wo für 30 Kinder ein Training auf dem Jedermann-Sportplatz durchgeführt wurde. Darüber hinaus bietet der RSV an der Offenen Ganztagsgrundschule in Valbert wöchentlich eine Fußball-AG an, die von Ingo Schmitz geleitet wird. Die Beteiligung an den Ferienspielen, am Stadtfest und viele weitere Aktionen wie Turniere oder die Angebote einer Fußballschule ergänzten die Palette der Aktivitäten.

Finanzielle Situation ist noch nicht dramatisch

Wie Kassierer Thomas Benninghaus deutlich machte, hat auch der RSV Listertal unter der Wirtschaftskrise zu leiden. „Rückläufige Mitgliederzahlen und geringere Einnahmen durch Bandenwerbung machen sich natürlich finanziell bemerkbar,” erklärte er. Die Lage sei nicht dramatisch. Dennoch gelte es nun, einerseits so sparsam wie möglich zu haushalten und andererseits neue Sponsoren zu gewinnen. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet.

Die Wahlen ergaben keine Veränderungen. Die Geschäftsführerinnen Anke Tönjes und Anja Lemminger wurden in ihren Ämtern bestätigt, die Jugendleitung liegt in den Händen von Ingo Schmitz und Christoph Brühne. Jens Groll stellte am Freitag eine Idee vor, die sogleich viel Zuspruch fand. Er möchte eine Projektgruppe ins Leben rufen, die sich mit Themen wie Gesundheit oder Erste Hilfe auseinandersetzt und das Wissen an die Sportler weitergibt. Einige Mitglieder sagten ihre Beteiligung spontan zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare