Feuerwehr überprüft die Hydranten

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Am vergangenen Samstag wurden in Valbert die Hydranten überprüft. Das macht die Freiwillige Feuerwehr regelmäßig im Falle eines Falles die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Das Bild zeigt die Jugendfeuerwehr im Einsatz auf der Ihnestraße. ▪

VALBERT ▪ Eine der vielen, dabei eher unspektakulären Aufgaben der Feuerwehr ist die Überprüfung der Hydranten im gesamten Stadtgebiet von Meinerzhagen. Jeder einzelne Hydrant wird dabei von den Feuerwehrmännern einmal jährlich aufgesucht und überprüft. Das alles geschieht, um zu gewährleisten, dass diese wichtigen Wasserentnahmestellen auffindbar, zugänglich und funktionstüchtig sind.

Am vergangenen Samstag stand diese Hydrantenkontrolle wieder auf dem Einsatzplan aller Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr. Auch die Löschzüge Valbert und Haustadt hatten sich gegen 14 Uhr versammelt, um zum „Prüfeinsatz“ auszurücken. Der Valberter Löschzugführer Frank Wunderer konnte dabei ebenso wie sein Haustädter Kamerad Peter Tönnies auf jeweils weit mehr als die Hälfte der Zugmitglieder zählen.

„Ich freue mich immer sehr, wenn die Kameraden, neben ihrer normalen Einsatztätigkeit auch noch ihre Freizeit für diese Arbeit abzweigen“, so Frank Wunderer im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung.

Zwar führen die meisten Hydranten, sieht man von den Oberflurhydranten mal ab, ein fast „unbemerktes Leben“ im Untergrund, für eine erfolgreiche Arbeit einer Feuerwehr sind sie aber extrem wichtig.

Bei der Brandbekämpfung rückt nach der Brandmeldung in der Regel ein Tanklöschfahrzeug (TLF) im Verband mit anderen Fahrzeugen aus. In seinem Tank führt das TLF dabei – je nach Bauart – zwischen 2500 und 4000 Litern Wasser mit. Diese „Löschwasserreserve“ dient besonders dazu, einen schnellen ersten Angriff zur Personenrettung einzuleiten oder um das Feuer an seiner Ausbreitung zu hindern. Bei „vollem Einsatz“ der Fahrzeugpumpen ist allerdings nach rund fünf bis acht Minuten der Tank leer. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Wasserversorgung über das Leitungsnetz stehen. Deshalb sei es ungeheuer wichtig, dass die Hydranten funktionsfähig sind und über sie in der angegebenen Menge Löschwasser entnommen werden kann.

Die notwendigen Angaben hierzu haben die Löschzüge und die Kreisleitstelle in ihren Hydrantenplänen vermerkt. Neben den genauen Standorten finden sich dort auch die Angaben über den Leitungsdurchmesser. Von ihm und vom Druck ist es abhängig, wie hoch die Wassermenge ist.

„Bei der Hydrantenkontrolle achten die Kameraden nicht nur auf die reine Funktionsfähigkeit und den Wasserausfluss, auch die Hinweisschilder werden auf ihre Sichtbarkeit und Richtigkeit hin überprüft“, so Löschzugführer Frank Wunderer. „Besonders freuen wir uns immer, dass auch die Jugendfeuerwehr aktiv bei der Kontrolle mitmacht. Sie ist die Zukunft unserer Feuerwehr und damit auch die Zukunft des Brandschutzes unserer Stadt“, so Frank Wunderer.

Zwar sind die rot umrandeten, viereckigen Hinweisschilder hauptsächlich für die Wehrleute für einen zügigen Einsatzablauf wichtig, da sie mit den darauf angebrachten Angaben schnell die Hydranten auffinden und die Löschwasserversorgung aufbauen können, aber auch der „Normalbürger“ sollte auf die Schilder achten. Denn die Straßenverkehrsordnung sieht auch ein Bußgeld für denjenigen vor, der auf einem Parkstreifen über einem Hydranten parkt. Und das übrigens nicht nur im Einsatzfall der Feuerwehr. ▪ jjh

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