Mit Funktechnik geht es bald ins Internet

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Hunswinkel, Heiligenberg und Windebruch könnten schon bald eine schnelle Anbindung erhalten.

LISTERTAL ▪ Wer in Hunswinkel, Heiligenberg oder Windebruch wohnt, merkt von der großen Welt des Internets eher wenig bis gar nichts. Der Grund: Eine DSL-Breitbandanbindung gibt es dort nicht.

Hunswinkel verführt zwar über eine DSL-Anbindung, die kann man jedoch höchstens als „light“ bezeichnen, denn bei einer Downloadrate von gerade einmal 384 KBit pro Sekunde macht das Surfen im Netz definitiv keinen Spaß, von Internettelefonie können die Hunswinkler auch nur träumen. Die Mobilfunknetze sind im Listertal eher schwach ausgelegt, surfen geht also auch über diese Netze nicht. „Der Zugang zum Internet gewinnt zunehmend an gesellschaftlicher Bedeutung“, erkennt seit geraumer Zeit auch die Stadt Meinerzhagen.

Stadtverwaltung bemüht sich um eine Lösung

„Die Stadtverwaltung bemüht sich seit einiger Zeit intensiv um die Verbesserung der Breitbandversorgung“, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung. Der Schwerpunkt der Bemühungen liege im Bereich der Gewerbegebiete Schwenke und Darmche, aber auch im Bereich Windebruch, Heiligenberg und Windebruch. Die Stadtverwaltung habe mittlerweile eine Bestandsuntersuchung über die Breitbandversorgung im Stadtgebiet durchgeführt und mehrere Gespräche mit örtlich und regional vertretenen Netzbetreibern geführt, um Verbesserungsmöglichkeiten auszuloten. Diese hatten jedoch bisher offensichtlich kein Interesse daran, die Ortslagen Windebruch, Heiligenberg und Hunswinkel mit einem Breitbandnetz zu versorgen.

Funktechnologie soll die Anbindung ermöglichen

Nach längerer, zunächst noch vergeblicher Suche hat die Stadtverwaltung dann kürzlich den Kontakt zur Firma Innofactory aus Lennestadt aufgenommen, die unter der Markenbezeichnung „LNet“ lokale und regionale Breitbandnetze mithilfe von Funktechnologie bereitstellt. Die Firma baut zurzeit im Auftrag der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, die wiederum vom Hochsauerlandkreis und dem Kreis Olpe getragen wird, im Kreis Olpe ein flächendeckendes Breitbandnetz auf. Davon wird auch der an das Stadtgebiet von Meinerzhagen angrenzende Bereich der Gemeinde Drolshagen und der Städte Attendorn und Olpe erfasst.

Die günstige topografische Situation macht die Mitversorgung möglich

Die günstige topographische Situation von Windebruch, Heiligenberg und Hunswinkel ermögliche eine Mitversorgung über das geplante Funknetz, heißt es aus dem Bauamt. Und weiter: Voraussetzung für eine Anbindung sei allerdings, dass sich eine ausreichende Zahl von Interessenten finde und sich bereit erkläre, einen Vertrag über die Breitbandversorgung abzuschließen. Immerhin gebe es im genannten Bereich rund 335 Wohngebäude mit etwa ebenso vielen Haushalten.

Zum Themenkomplex der Breitbandanbindung der genannten Ortslagen via Funk wird schon in Kürze ein Informationsabend veranstaltet und zwar am Dienstag, 25. Januar, ab 18 Uhr in der Listerhalle in Hunswinkel.

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