14 Meter tief in felsigen Boden gebohrt

In diesen Metallhülsen wird der Bohrer „geführt“. - Foto: Girke

Meinerzhagen - Eine mobile Bohrstation, so groß wie ein Panzerfahrzeug, verrichtet zurzeit ihre Arbeit im Bereich Busbahnhof. Ihr Auftrag: Bohrungen im Zusammenhang mit den Fundamenten, auf der einmal die Fußgängerbrücke vom ZOB Richtung Weststraße stehen soll. Das Ziel: Fertigstellung des Bauwerkes bis Ende Oktober.

Spezialisten aus Hamburg führen die Arbeiten aus, die neben ganz speziellen Gerätschaften auch eine Menge „Know How“ erfordern. Das bringen die Männer mit – auch wenn der sauerländische Untergrund ganz andere Anforderungen an das Team stellt als die Sandböden im hohen Norden. Denn: Am Busbahnhof gilt es harten Fels zu „knacken“. Soll die Brücke standfest stehen, muss die Bohrung bis tief in das Gestein vorangetrieben werden.

Die Arbeit schreitet gut voran, eine kleine zeitliche Verzögerung kann aufgeholt werden, da sind sich die Experten sicher. Jetzt wurden am Busbahnhof die ersten beiden Fundamente fertiggestellt.

Die Brücke soll auf insgesamt drei Stahlstützen stehen, die auf so genannten „Pfahlkopfplatten“ aus Stahlbeton stehend gelagert werden. Um das Gewicht der Brücke zu tragen, ist jeder dieser Sockel mit acht Mikroverpresspfähle von 15 Zentimetern Durchmesser gesichert, die mehrere Meter tief in den Fels getrieben wurden. Der zur Brücke gehörende Aufzug am Omnibusbahnhof wird ebenfalls mit Mikroverpresspfählen im Boden gesichert. Um diese in den Fels zu treiben, musste auf der Seite des Bahnhofs zunächst eine etwa sieben Meter starke Schicht aus grobem, lockerem Material durchbohrt werden, ehe die Felsschicht erreicht wurde.

Die Bohrlöcher wurden in eine Tiefe von bis zu 14 Metern getrieben. Inzwischen wurde auch auf der gegenüberliegenden Seite mit den Arbeiten für weitere Fundamente begonnen. Ausführende Firma ist das Unternehmen Schlaich Bergermann und Partner. - beil/rsg

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