„Für jeden Bedarf das Passende“

Baudezernent Gerd Schriever (l.) erläuterte die Planungen im Detail.

MEINERZHAGEN ▪ Die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses der Stadt Meinerzhagen waren sichtlich beeindruckt.

Bei einem Ortstermin vor Beginn der turnusmäßigen Sitzung am Dienstag konnten sie sich ein Bild von den umfangreichen Erweiterungs- und Erschließungsmaßnahmen im Gewerbegebiet Darmche verschaffen.

Ausschussvorsitzender Axel Oehm (CDU) hob hervor, dass dieses Projekt ein weiteres gutes Beispiel für die in Meinerzhagen stets erfolgreich betriebene Bodenvorratspolitik sei. Baudezernent Gerd Schriever, der in der Örtlichkeit umfangreiche Informationen über das Vorhaben vermittelte, sprach von einer „langfristigen Option“, die im Bereich von Flächen für Gewerbe und Industrie in Meinerzhagen in Darmche und im interkommunalen Gewerbegebiet Grünewald vorgehalten würden. „Wir können eigentlich für jeden Bedarf das Passende anbieten!“

In Darmche haben sich im ersten größeren Teil des Industrieareals in der Vergangenheit schon zahlreiche Unternehmen angesiedelt. Im jetzt erschlossenen Erweiterungsbereich Richtung Nordhellen stehen jetzt noch weitere rund 11 Hektar zur Verfügung, davon aktuell rund drei Hektar, die bereits baureif aufbereitet worden sind. Dabei konnte man, wie es der Baudezernent erläuterte, „glückliche Umstände“ nutzen. An verschiedenen Großbaustellen im Stadtgebiet fielen größere Mengen an Erdaushub an. Die konnten sinnvoll eingesetzt werden, um in Darmche durch Aufschüttungen planebene, für eine Bebauung gut geeignete Flächen herzustellen. Das Ganze konnte seitens der Stadt kostenneutral dargestellt werden, hob Schriever hervor. Damit wurden erhebliche Kosten, die ansonsten für die Aufbereitung von Grundstücken für eine Bebauung angefallen werden, eingespart werden.

Insgesamt sind nach Schrievers Angaben bislang rund 60 000 Kubikmeter Boden eingebaut worden. Dabei wurde durch die ständige Begleitung eines Bodengutachters sichergestellt, dass die Qualität des Materials, dessen Einbau und Verdichtung allen Anforderungen hinsichtlich der Standfestigkeit industrieller Bauten genügen. Erschlossen werden die Flächen von der jetzt verlängerten Straße Darmcher Grund. Die hat mit dem 2. Bauabschnitt in diesem Jahr bereits die Gemeindestraße oberhalb von Nordhellen erreicht. Von hier soll sie im abschließenden 3. Bauabschnitt 2011 bis zur Kreisstraße 6 in der Ortslage Sebastopol fortgeführt werden. „Damit haben wir die dringend benötigte zweite verkehrliche Anbindung des Gebietes geschaffen“, verdeutlichte Schriever. Er betonte nochmals ausdrücklich: „Darmche steht nicht in Konkurrenz zu Grünewald. Dort geht es insbesondere um Ansiedlungen mit größerem Flächenbedarf.“ ▪ -fe

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