Stadtmarketing setzt auf Tourismus

Bernd-Martin Leonidas ist seit fünf Jahren Geschäftsführer des Stadtmarketings.

Meinerzhagen - Stadtmarketing, sagt Bernd-Martin Leonidas, funktioniere nicht wie ein Lichtschalter, den man einfach umlegt. „Ich habe mal gehört, es dauere sieben Jahre, bis man Erfolge eines Wandels sehen kann. Insofern: Wir sind auf einem super Weg!“, meint Leonidas, der seit fünf Jahren Geschäftsführer des Meinerzhagener Stadtmarketings ist. Anlass für eine Zwischenbilanz.

Insgesamt 60 000 Euro stellt die Stadt für die Aktivitäten des Stadtmarketings zur Verfügung – zuzüglich der Mitgliedsbeiträge müssen so etwa eineinhalb Stellen finanziert, Veranstaltungen organisiert und durchgeführt und vor allem Ideen entwickelt werden.

Die Höhe der Summe relativiert sich schnell – zumal die Akzeptanz des Stadtmarketingvereins größer sein könnte. Nur etwa 20 Mitglieder aus dem Einzelhandel zählt die Vereinigung, obwohl es im Stadtgebiet mehr als 70 von ihnen gebe.

„Natürlich bin ich bei der Durchführung von Veranstaltungen zunächst den Mitgliedern gegenüber verpflichtet“, sagt Bernd-Martin Leonidas, der aber immer wieder dafür wirbt, sich in die Gemeinschaft einzubringen.

Denn: Von Veranstaltungen wie der „Nacht der langen Tische“ oder dem Auftritt des Hamburger Fischmarkts in der Stadt hätten schließlich alle etwas. „Wenn wir also nur 20 Mitglieder mehr hätten, könnten wir davon schon eine weitere Veranstaltung finanzieren“, so Leonidas. 150 Euro kostet der Mitgliedsbeitrag pro Jahr.

Wenn er auf die zurückliegenden Jahre als Geschäftsführer zurückblickt, überwiegen jedoch Zuversicht und Zufriedenheit. „Der Knoten ist sicher im Jahr 2012 geplatzt, als wir das Städtepartnerschaftsfest organisiert haben“, erinnert er sich an einen Wendepunkt in der Geschichte des 2008 gegründeten Stadtmarketingvereins, der die Stadt immer wieder mit neuen Ideen beleben will.

„Im besten Fall kreieren wir etwas, das dann von anderer Stelle weitergeführt wird, damit wir wieder etwas Neues entwickeln können“, zeichnet Leonidas sein Bild optimaler Stadtmarketing-Arbeit, die sich längst auch auf das Regionale-Projekt „Oben an der Volme“ ausgeweitet hat.

Und hier hat der Geschäftsführer ganz genaue Pläne davon, welches Potenzial Meinerzhagen in Zukunft nutzen sollte: den Tourismus. Denn: „Touristen sind Ersatz für sinkende Einwohnerzahlen. Sie übernachten und bringen Kaufkraft.“

Und diese diene den Übernachtungsbetrieben, dem Einzelhandel und anderen Anbietern. Und: „Touristische Projekte steigern den Freizeitwert für die eigene Bevölkerung, sie helfen, Fachkräfte mit ihren Familien für die Region und speziell für Meinerzhagen zu begeistern“, sagt Bernd-Martin Leonidas – der sich nicht zuletzt nach der Kommunalwahl „frischen Wind“ für der städtischen Marketingaktivitäten erhofft. - zach

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