Firma Fuchs nimmt die nächste Hürde

+
Um diese Fläche geht es: In dem rosa eingefärbten Bereich soll eine industrielle Nutzung möglich sein. Unten links verläuft die Marienheider Straße.

Meinerzhagen - Bereits im Jahr 2015 wurden die Pläne öffentlich, allmählich kann die Otto Fuchs KG in ihren Planungen für eine Flächenerweiterung nordwestlich der Straße „Im Tempel“ auf die Zielgerade einbiegen.

Konkret geht es um eine etwa elf Hektar große Fläche, auf der Otto Fuchs „mittel- bis langfristig weitere Industriegebiets-Flächen am Betriebsstandort benötigen könnte“, wie es vor vier Jahren in einer Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (PSVU) hieß, der am 30. November 2015 die Aufstellung zur Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen hat. Aus den im Plan als Landwirtschafts- und Waldflächen gekennzeichneten Bereichen sollte eine gewerbliche Baufläche werden. Doch damit begann erst der Gang durch die Behörden. 

Am Dienstag standen die Pläne erneut auf der Tagesordnung des PSVU, denn: Mittlerweile liegen Stellungnahmen der zuständigen Behörden sowie der sogenannten Träger öffentlicher Belange vor. Allzu hohe Hürden werden dem Unternehmen demnach nicht in den Weg gestellt, wenngleich mittlerweile nicht mehr von einer „gewerblichen Baufläche“, sondern konkret von einem „Industriegebiet“ die Rede ist. „Um zu dokumentieren, dass im Plangebiet künftig eine industrielle Nutzung (wie im Bereich des angrenzenden Firmengrundstücks) ermöglicht werden soll“, heißt es dazu in der Vorlage der Stadtverwaltung. 

Nachdem die Bezirksregierung im März 2019 bestätigt hat, dass die Änderung des Flächennutzungsplans den Erfordernissen entspricht, wurden auch die Erklärungen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange eingeholt. Allzu große Bedenken herrschen offenbar nicht, wenngleich etwa der Landesbetrieb Wald und Holz NRW für die Waldverluste im Osten des Plangebiets „ausreichende und geeignete Ersatzaufforstungen mit Laubholz“ und Sicherheitsabstände von etwa 25 Metern zwischen Waldrand und überbaubarer Fläche einfordert. Ansonsten gibt es unter anderem auch vom Fachbereich Natur- und Umweltschutz des Märkischen Kreises keine relevanten Einwände.

Je nachdem, welches Gebiet bebaut wird, könnten allerdings Archäologen auf dem Gelände noch zum Zuge kommen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass auch abseits der Trassen zur einstigen Eisen- und Heidenstraße Nebenverbindungen, Straßen oder Zollstationen liegen und mit bislang unbekannten Bodendenkmälern zu rechnen sei. „Sollte eine Überbauung der im Planbereich bekannte Bergbaurelikte nicht zu vermeiden sein, wären archäologische Maßnahmen notwendig“, heißt es vom LWL, der im weiteren Bebauungsplanverfahren jedoch eingebunden sein wird, wie die Verwaltung in einer ersten Stellungnahme betont. Aus der Bürgerschaft habe es nach Auslegung der FNP-Änderung keine Stellungnahmen gegeben. Der Ausschuss hat den Planentwurf gebilligt, sodass er nun nebst Stellungnahmen öffentlich ausgelegt wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare