Fuchs investiert zwei Millionen Euro

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Diese Luftaufnahme verdeutlicht die Situation: Die Werksteile sollen verbunden werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Es ist ein bautechnisch ebenso interessantes wie aufwendiges Projekt, das in den nächsten Wochen und Monaten im Bereich der Bahnlinie und der angrenzenden Straße Im Tempel realisiert wird. Die Otto Fuchs KG schafft eine neue Verkehrsverbindung zwischen ihren durch diese beiden Trassen getrennten Werksteile am Kapellenweg und An der Woeste.

Im Verlauf der rund 250 Meter langen Privatstraße werden die Gleisanlagen mittels Brücke und die angrenzende Straße durch eine Unterführung gequert. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahme liegt bei rund zwei Millionen Euro.

In einem Pressegespräch informierten Fuchs-Pressesprecher Holger Müller und Dipl.-Ing. Peter Altenberger als Leiter der Fuchs-Bauabteilung über die Details des Bauvorhabens, mit dessen Realisierung in diesen Tagen begonnen wird. Eine Verbindung zwischen den „Alt“-Komplexen des weitläufigen Fuchs-Werksgeländes und den neueren Betriebsteilen im Gewerbegebiet An der Woeste mit den Betriebsabteilungen B 9 bis B 12, die das Strangpress-Kompetenzzentrum des Unternehmens bilden, war seitens der Geschäftsleitung schon vor längerer Zeit auf die Agenda gesetzt worden. Zusätzlicher Anstoß zur Umsetzung der Maßnahme kam durch die Planungen von Bahn und Stadt mit Blick auf die ab Dezember 2013 vorgesehene Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Schiene. Bei täglich im Schnitt rund 150 Fahrten von Lkw, Gabelstaplern und anderen Fahrzeugen im internen Werksverkehr zwischen den beiden Betriebsteilen, wofür momentan noch der Weg über den im Umbau befindlichen Busbahnhof, den Bahnübergang und die angrenzende Straße Im Tempel genutzt werden muss, sei es sinnvoll, baldmöglichst eine eigene direkte Verbindung zu schaffen. Die Fuchs-Planungen erfolgten in enger Abstimmung mit der Stadt und der Bahn. Von der Bahn wurden 5000 Quadratmeter Grundstück gekauft. Ein Großteil dieser Flächen in Höhe des Regenrückhaltebeckens zwischen Gleisen und Straße wird genutzt, um hier 88 Werksparkplätze sowie weitere Abstellflächen zu schaffen. Auch mit dieser Baumaßnahme wird kurzfristig begonnen.

Die neue Werksverbindungsstraße entsteht unterhalb des Schwarzenbergs am Ende der dortigen Werksstraße. Eine 25 Meter lange Stahlbetonbrücke mit einem Gefälle von acht Prozent überspannt beginnend an der Hangkante zunächst die beiden Bahngleise, erreicht in Höhe der Gesenklagerhalle das bisherige Geländeniveau, um dahinter mittels Unterführung die Straße Im Tempel zu queren. Im Zuge dieser Arbeiten muss diese Straße aufgebrochen werden. Es wird für den Pkw-Verkehr eine Umfahrung geschaffen. Lkw müssen eine ausgeschilderte Umleitung durch die Innenstadt nehmen.

Projektleiter Peter Altenberger geht davon aus, dass die Arbeiten an Brücke und Unterführung bis Oktober abgeschlossen werden können und auch die Schwarzdecken im Bereich dieser beiden Bauwerke aufgebracht sind, so dass danach die Teilsperrung der Straße Im Tempel wieder aufgehoben werden kann.

Im Zuge der Gesamtbaumaßnahme müssen rund 25 000 Kubikmeter Boden bewegt werden. Die heimische Tiefbaufirma Kriesten wird schon in den nächsten Tagen mit den Arbeiten beginnen. ▪ Horst vom Hofe

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