Tiefbau-Projekte: Stadt nutzt die Gunst der Stunde

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Bei diesem Bauwerk ist noch mit relativ kleinem Aufwand der Erhalt zu schaffen: Die Brücke in der Ortslage Ölmühle dient auch als Zufahrt zur dortigen Kläranlage.

Meinerzhagen - Die Vorbereitungen für den Start in die Tiefbausaison dieses Jahres in der Stadt Meinerzhagen sollen anlaufen. Die entsprechenden Ausschreibungen werden kurzfristig auf den Weg gebracht, um möglichst günstige Angebote zu erhalten.

Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck nutzte beim jüngsten Bau- und Vergabeausschuss die Gelegenheit, indirekt den Start der Tiefbausaison bei der Stadt zu verkünden. Indirekt deshalb, weil er zunächst nur die vorgesehenen Arbeiten des Vergabeverfahrens erwähnte. Mit denen möchte man bei der Verwaltung möglichst „früh rauskommen, um noch die entspanntere Auftragslage nutzen zu können. Nicht zuletzt auch im Hinblick auf auskömmliche Preise, ohne große Abweichungen von den Planungsansätzen“, wie er im Nachgang zur Sitzung betonte. 

Bei den angedachten Maßnahmen handelt es sich quasi um „alte Bekannte“. Zum Teil schon seit mehreren Jahren hintereinander im Bauprogramm der Stadt aufgeführt, wurden sie aus den unterschiedlichsten Gründen bislang „geschoben“. Beim Weiterbau der Verrohrung des Melmchebachs – auch als Fortsetzung der Sanierungsarbeiten am Kanal in der Volmestraße zu sehen – ging man zunächst von einer Kooperation mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW aus. Ähnlich wie bei der Volmestraße und der Weststraße wollte man gemeinsam vorgehen. Daraus wurde bisher nichts und ein zeitnaher Projektstart beim Landesbetrieb ist nicht in Sicht. Im vergangenen Jahr war es dann der Bau des neuen Forums bei Otto-Fuchs und die daraus resultierenden Fahrzeugbewegungen zur Baustelle, die ein Abwarten notwendig machten. „Denn“, und das betonte Jürgen Tischbiereck unmissverständlich, „ohne eine Vollsperrung im Bereich Derschlager Straße und Genkeler Straße wird das Projekt nicht laufen.“ Gut 970 000 Euro sind für die Maßnahme bisher berechnet worden. 

Angepackt werden soll ebenfalls die Sanierung der Brücke Scherl (alte B 54). Diese befindet sich noch im Eigentum des Landes. Da der Straßenabschnitt zwischenzeitlich aber herabgestuft wurde, dort also keine Bundesstraße mehr existiert, übernimmt die Stadt die Sanierung der Straße. Entsprechende Vereinbarungen liegen bereits vor. Ein wichtiger Bestandteil davon: Vor der formellen Übergabe wird aber zunächst die Brücke auf Kosten des Landes saniert. Durchgeführt werden die Arbeiten allerdings unter der Ägide der Stadt. Mehr als eine halbe Millionen Euro werden die Arbeiten kosten. 

Deutlich günstiger wird die Sanierung der Brücke in der Ortslage Ölmühle. Dort ging man zunächst von einem kompletten Neubau aus. Nunmehr liegt ein Planungskonzept vor, bei dem ein Teil der Widerlager erhalten werden kann. Die Deckplatte ist jedoch zu erneuern, um den statischen Erfordernissen gerecht werden zu können. Dabei soll das unter der Deckenplatte vorhandene Natursteingewölbe ebenfalls erhalten werden. Der finanzielle Aufwand beträgt nach den bisherigen Berechnungen rund 180 000 Euro.

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