Kälteschock für Autofahrer

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KFZ-Techniker Markus Hart von der Firma Schmidt-KFZ prüft bei einem Kundenfahrzeug den Luftdruck der Reifen. Bei der augenblicklichen Kälte ein wichtiger Service.

Meinerzhagen - Des einen Freud, des anderen Leid: Während sich Wintersportler und Spaziergänger über Schnee und Frost freuen, erlebte mancher Autofahrer an den vergangenen eiskalten Tagen eine unliebsame Überraschung.

Das weiß auch Mike Schmidt, Verkäufer bei Schmidt-KFZ an der Kohlbergstraße: „Bis jetzt mussten wir während der Kälteperiode sogar vier gerissene Frontscheiben durch neue ersetzen. Das passiert dann, wenn die Scheibe vorgeschädigt ist. Bei Minustemperaturen reicht dann oft schon ein Schlagloch – und die Scheibe reißt.“ Doch das war beileibe noch nicht alles, was der Frost an Schäden „bescherte“: „Natürlich ist da auch noch der Klassiker. Batterien, die den Dienst versagen, sind augenblicklich keine Seltenheit. Das ist zwar ärgerlich, aber rasch behoben“, erklärt Mike Schmidt, der weiter erläutert: „Moderne Testgeräte ermöglichen es, festzustellen, ob die Batterie wieder geladen werden kann oder ob eine neue her muss. Auch dann haben wir aber viele Batterien auf Lager und können sie rasch austauschen.“

Friert Wasser, dehnt es sich aus. Diese physikalische Eigenschaft wird manchem Wischwasser-Behälter zum Verhängnis. Und auch Kühler sind da nicht „immun“. Auch bei Schmidt-Kfz wurden einige Wassertanks bereits ausgetauscht, weil sie geplatzt waren. „Da lässt sich aber durch Frostschutzmittel im Wisch- oder Kühlwasser gut vorbeugen“, rät Mike Schmidt zur rechtzeitigen Vorsorge: „Genau das ist auch der Grund dafür, dass wir vor der Saison einen Wintercheck anbieten“, erklärt er.

Alexander Busenius ist Geschäftsführer von Busenius Automobile in Mühlhofe. Auch er appelliert an seine Kunden, unbedingt den Wintercheck durchführen zu lassen. „Das haben unsere Kunden aber auch meistens getan“, resümierte er. Daher hätten in seinem Betrieb bisher auch noch keine Batterien ausgetauscht werden müssen, berichtet Busenius weiter. „Allerdings bekommen wir in diesen Tagen vermehrt Anrufe von Autofahrern, an deren Wagen die Reifendruck-Anzeige aufleuchtet.“ Das habe jedoch in der Regel einen einfachen Grund: „Wurde die Luft bei 20 Grad Außentemperatur eingefüllt, ändert der sich bei Minus 16 Grad – wie kürzlich gemessen – natürlich. Deshalb sollte der Reifendruck auch unbedingt den Außentemperaturen angepasst werden“, rät Busenius.

Helmut Kamrath vom gleichnamigen Abschleppdienst „Auf der Koppel“ ist zurzeit besonders am frühen Morgen gefragt: „Wir fahren auch für den ADAC und da kommen viele Hilferufe rein – die meisten deshalb, weil das Auto nicht anspringt. Bis zu 20 Mal am Tag rücken wir derzeit aus, um in solchen Fällen Starthilfe zu geben. Fährt das Auto wieder, müssen die Besitzer in die Werkstatt fahren und dort eventuell die Batterie austauschen lassen.“ Und noch eine weitere „Problemlage“ registriert Kamrath jetzt oft: „Eingefrorene Handbremsen. Da hilft dann nur eines: Wagen aufladen, in die Werkstatt bringen und dort in der Halle auftauen lassen.“

Klaus Ballauf ist Innungsvorsitzender des Kfz-Gewerbes. Der Lüdenscheider kann von typischen Winter-Problemen allerdings eher nicht berichten. „Viele haben sich bereits im Vorfeld für den Ernstfall gerüstet, ihre Autos regelmäßig gewartet und die entsprechenden Checks durchführen lassen. Damit lassen sich schon viele Probleme vermeiden“, ist auch der Bergstädter Ballauf überzeugt.

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