Benefizkonzert in der Stadthalle Meinerzhagen

Der ZDF-Chor aus Mainz begeisterte die Besucher der Benefizveranstaltung in Meinerzhagen.

MEINERZHAGEN ▪ 30 Jahre im Dienst der guten Sache: Dieses freudige Ereignis wurde am Samstagabend in der Stadthalle gebührend gefeiert. 1981 fand das erste privat organisierte Benefizkonzert zu Gunsten einer heimischen Einrichtung statt. Damals kam der Erlös dem heilpädagogischen Kindergarten zu Gute. Dieses Mal werden Freiwillige Feuerwehr Meinerzhagen und das DRK mit den Einnahmen unterstützt.

Dass die Kombination aus kulturellem Angebot und gemeinnützigem Engagement seit drei Jahrzehnten ein Erfolgsmodell ist, dafür gebührt vor allem Klaus Müller besonderer Dank, der sich als unermüdlicher Organisator verdient machte. „Er ist hier zum sage und schreibe 23. Mal dafür verantwortlich, dass die Besucher neben Bands und Chören aus der Region auch ganz hochkarätige Musiker erleben können”, würdigte Bürgermeister-Stellvertreter Volkmar Rüsche den Einsatz des Meinerzhageners. „Die Stadt ist sehr stolz darauf, dass Bürger wie Sie sich so tatkräftig zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen.” Abschließend überreichte Rüsche dem Organisator ein Flachgeschenk zur Aufstockung des Spendenbetrages, sowie Präsente für Klaus Müller und seine Frau.

Da das Konzert unter Schirmherrschaft der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen stand, lobte auch Sparkassen-Vorstand Roman Kappius das Engagement und versicherte: „Sie können sich auch in Zukunft auf unsere Unterstützung verlassen.”

Mit Paukenschlag und Bläserklang marschierte nun der Fanfarenzug Meinerzhagen ein und eröffnete ein Konzert, das Chorgesang, Jazz, Fanfaren und Gardetanz vereinte und die Zuhörerschaft so begeisterte, dass sie nach drei Stunden Hörgenuss stehend Applaus spendete und mehrere Zugaben einforderte.

Den Löwenanteil übernahm der ZDF-Chor aus Mainz unter Leitung von Musikdirektor Franz-Jürgen Dieter. Die Sänger brachten mit darstellerischem Talent und großem Elan sofort Stimmung in den Saal. Ob Volkslied, Gospel oder Musicalmusik - immer untermalten die Sänger ihren Gesang mimisch und gestisch, schenkten sich bei „Erhebet das Glas” Wein in ihre Becher und überzeugten durch zahlreiche ausgezeichnete Solisten. Die Zuhörer erlebten mit „Wein, Weib und Gesang“ oder „Vom Rhein der Wein” vertonte Geselligkeit, reisten mit den Sängern ins ferne Russland, erlebten bei „Nidsche wo” oder „Kalinka” russische Folklore und kamen im letzten Konzertteil schließlich in den Genuss bekannter Chorlieder wie „Die Rose” oder „Down bei the riverside”.

Humorvolle Moderationen und amüsante Gedichte taten ihr übriges, um die Zuschauer zu unterhalten. So wippten bei bekannten Melodien viele Fußspitzen mit und das Publikum klatschte bei bekannten Stücken mit.

Die heimische Jazz-Formation “Six 4 Jazz” mit Musikern aus dem Märkischen- und dem Oberbergischen Kreis setzte mit ihrem ausdrucksvollen Auftritt einen musikalischen Kontrapunkt zum Chorgesang. Mit rauchigem Timbre verlieh Solistin Florence Eyok den Jazzsongs aus den 30er und 50er Jahren einen besonders prägnanten Charakter. Die Formation trat an diesem Abend in einer ungewöhnlichen Sextett-Besetzung mit zwei Bläsern, Gitarre, Vibraphon, Schlagzeug und Bass auf und überzeugte erneut durch große Virtuosität der Musiker.

Nicht zuletzt die feschen Auftritte der kleinen Tanzmariechen des Fanfarenzuges trugen zum Gelingen des Abends bei.

Beim Hinausgehen hörte der Besucher schließlich von vielen Seiten Kommentare wie „Was für ein schöner Abend” oder „Das war ein tolles Konzert” – neben dem Applaus verdienter Lohn für alle Akteure und Organisator Klaus Müller.

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