Freizeitreiter erkunden das Listertal

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Geschick war nicht nur beim Reiter gefragt, auch der Vierbeiner musste mitspielen. ▪

HUNSWINKEL ▪ Der Austragungsort des Freizeitreiter-Turniers des Reit- und Fahrvereins Listertal war in diesem Jahr ein anderer, das ideenreiche Programm bot Ross und Reiter aber die gewohnte Vielfalt.

Statt Reiterspiele, Orientierungsritte und eine gesellige Party wie in den vergangenen Jahren auf der Reitanlage in Haustadt anzubieten, entschied der neue Vorstand des Vereins, die Veranstaltung an die Listerhalle in Hunswinkel zu verlagern. „Wir wollten den Teilnehmern einmal neue landschaftlich besonders reizvolle Routen entlang der Listertalsperre anbieten“, beschrieb die Vorsitzende des Vereins, Isabell Malytczuk, die Gründe für den Ortswechsel. „Außerdem ist hier die gesamte Infrastruktur besonders günstig für unser Vorhaben. Der große Parkplatz bietet viel Raum für die Anhänger und auch die Listerhalle mit den Sanitäranlagen und dem großzügigen Küchenbereich ist ideal geeignet.“

Seit mehr als zehn Jahren lockt das Turnier regelmäßig Pferdefreunde aus der gesamten Umgebung ins Listertal, die hier ein besonders abwechslungsreiches Wochenende hoch zu Ross erleben wollen. Das war auch dieses Mal nicht anders: Rund 50 Teilnehmer aus Attendorn, Waldbröl, Gummersbach, Drolshagen und dem gesamten heimischen Raum nahmen teil. Los ging's am Samstagmorgen mit dem Orientierungsritt. Ab acht Uhr brachen die Teilnehmer in kleinen Gruppen auf, ausgestattet mit einer Wanderkarte, die die Strecke als rot markierte Linie auswies. Unterwegs galt es, Zahlen und Buchstaben zu notieren, die am Wegesrand angebracht waren. „So kontrollieren wir, dass die Strecke vollständig abgeritten wurde“, erläuterte die Vorsitzende.

Im Wald warteten weitere Herausforderungen. So sollten die Reiter vom Pferderücken aus Ringe mit einer Lanze einsammeln, die von einem Balken herabhingen. Nach erfolgreicher Rückkehr zum Startpunkt mussten erst einmal weitere knifflige Aufgaben bewältigt werden, bevor Pferd und Reiter eine verdiente Pause einlegen konnten. Hoch zu Ross wurde ein Tisch gedeckt – Teller, Glas, Besteck und eine Blumenvase waren zu platzieren. Ein Vorhaben, das den Vierbeinern nicht immer gefiel. Im Anschluss kam eine Mohrrüben-Angel zum Einsatz. Mit dem Leckerbissen vor der Nase sollten die Pferde durch einen einfachen Parcours gelenkt werden, ohne die Zügel zu Hilfe zu nehmen. Stimmungsvoll ging der Tag schließlich mit einer urigen Reiterparty zu Ende. Hier wurden langjährige Kontakte gepflegt, Tipps und Erlebnisse ausgetauscht und neue Bekanntschaften geschlossen. Herzhaftes vom Grill und die Musik des Hunswinkler DJs Tim Schürholz trugen zum Gelingen des Abends bei.

Der Sonntag bot Reitern und Zuschauern erneut jede Menge Abwechslung: Nach dem Frühschoppen begann ein buntes Show- und Familienprogramm, das mit der ausgezeichneten Dressur-Kür der Meinerzhagenerin Alin Tischer und ihrer Haflinger-stute Mona Lisa einen Höhepunkt fand. Außerdem traten die Teilnehmer bei einer Team-Stafette gegeneinander an. An beiden Tagen wurde für die kleinen Besucher Ponyreiten angeboten, die Erwachsenen hatten Gelegenheit, an den Trödelständen in der Listerhalle gut erhaltenes Pferdezubehör zu erstehen. ▪ ps

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