Geräte-Spende für die Feuerwehr

Bestens vorbereitet auf den Ernstfall

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Ein Dreierteam demonstriert den Einsatz von Gorgui-Tool, Pulaski-Waldbrandaxt und Wasserrucksack.

Meinerzhagen – Der fortschreitende Klimawandel, die sehr trockenen Sommer und die damit verbundenen vermehrt auftretenden Wald- und Flächenbrände stellen auch die Freiwillige Feuerwehr Meinerzhagen vor neue Herausforderungen.

Das ist so, weil ihr Zuständigkeitsbereich, für den diesbezüglich gerade ein neues Einsatzkonzept entwickelt wird, vor allem aus Wald und landwirtschaftlich genutzten Flächen besteht. Waren es 2018 noch acht Brände dieser Art, zu denen die Wehr gerufen wurde, stieg die Zahl 2019 bereits auf 15 und 2020 ist dieses Niveau bereits jetzt erreicht. 

Neue Technik und neue Taktik

„Die Einsätze haben gezeigt, dass neue Technik und eine neue Taktik gefragt sind, die wir so noch nicht auf dem Schirm haben,“ erläuterten Wehrleiter Christian Bösinghaus und sein Stellvertreter Marc Schulte Roman Kappius, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, bei der Übergabe von 14 Spezialwerkzeugen, die das Kreditinstitut der Wehr spendierte. Die je sieben Gorgui-Tools und Pulaski-Waldbrandäxte werden auf die fünf Erstangriffsfahrzeuge der Wehr sowie die beiden Tanklöschfahrzeuge in Meinerzhagen und Valbert verteilt. Mit ihnen können niedrig hängende Äste (Feuerbrücken), kleine Bäume, Buschwerk oder Wurzeln durchtrennt oder ein Wundstreifen angelegt werden, um das Durchlaufen eines Bodenfeuers zu verhindern. 

Mit D-Schläuchen bis zu 60 Metern Länge, Strahlrohren und Verbindungsstücken sind die neuen Rucksäcke bestückt.

Auch die Stadt Meinerzhagen investierte in neue Ausrüstungsgegenstände. Für 6500 Euro wurden Schutzbrillen und Masken mit einem Filter für Staub und Rauchgase angeschafft, die den Gesichts- und Halsbereich der Einsatzkräfte schützen sollen. Außerdem Wasser- sowie Schlauchrucksäcke, in denen statt der gebräuchlichen C-Schläuche flexiblere D-Schläuche bis zu 60 Metern Länge, Strahlrohre und ein Verbindungsstück transportiert werden können.

Zusammenarbeit mit den Förstern

Bei der Entwicklung des neuen Einsatzkonzeptes arbeitet die Wehrleitung auch mit den Förstern zusammen, die unter anderem über Hauptgefahren, geeignete Beobachtungspunkte und die mögliche Wasserversorgung vor Ort informieren können. Weitere Unterstützung kommt von Fachberatern des Waldbrandteams, einem Zusammenschluss von Feuerwehrmitgliedern aus ganz Deutschland zu einem gemeinnützigen Verein, der sich speziell dem Thema Wald- und Flächenbrandbekämpfung verschrieben hat und sich auch an der Ausbildung von Forst- und Feuerwehrmitarbeitern beteiligt. 

Wasser- und Schlauchrucksäcke, finanziert von der Stadt Meinerzhagen, gehören neben den neuen Waldbrandtools auch zur Ausrüstung der Erstangriffsfahrzeuge.

Bis das Konzept steht, wird es aber noch eine Weile dauern. Dann müssen sich zunächst die Führungskräfte mit der neuen Technik und Taktik vertraut machen, bevor mit der Ausbildung der Mannschaft begonnen werden kann. „Aufgrund von Corona dürfen zurzeit ohnehin nur maximal zehn Einsatzkräften an Übungen teilnehmen“, erläuterte Marc Schulte.

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