Freiwillige für „Essen auf Rädern“ gesucht

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Silvia Markus und Fahrer Dieter Wenzel hoffen, dass sich weitere Freiwillige für „Essen auf Rädern“ finden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Appetit auf Seelachsfilet mit Petersilienkartoffeln und Salat?

Oder eher auf Sauerkraut, Eisbein und Kartoffelpüree? Kein Problem. Wird geliefert – und das sogar bis ins Haus. „Essen auf Rädern“ ist ein Service, der sich in Meinerzhagen seit 34 Jahren großer Beliebtheit erfreut.

Kunden der Gerichte, die in der Küche des Wilhelm-Langemann-Hauses zubereitet werden, sind vor allen Dingen Bürger, die in den eigenen vier Wänden wohnen, sich aber kaum noch selbst verpflegen können oder wollen. Lange Jahre war es die Aufgabe von städtischen Zivildienstleistenden, die Versorgung sicherzustellen und das Essen auszuliefern – doch mit Abschaffung des Zivildienstes fallen diese wichtigen Arbeitskräfte aus. Und dennoch will man im Amt „Soziale Dienste“ um Fachbereichsleiter Hans-Erich Schmidt und seine Stellvertreterin Silvia Markus „Essen auf Rädern“ natürlich weiter anbieten. Hauptamtliche Kräfte einzustellen – das würde bedeuten, dass der Preis von zurzeit günstigen 4,60 Euro wahrscheinlich nicht zu halten wäre. Und deshalb setzt man im Rathaus auch auf ehrenamtliche Helfer.

Das klappt zurzeit – doch die Verantwortung für die Auslieferung liegt auf wenigen Schultern. An fünf Wochentagen war in der Vergangenheit eine so genannte Ein-Euro-Kraft der Arge als Fahrer tätig, der Beifahrer wurde gestellt von Awo, Caritas und Innerer Mission. An den Wochenenden sorgte das Rote Kreuz dafür, dass eine komplette Fahrzeugbesatzung zur Verfügung stand. Doch jetzt fällt die Ein-Euro-Kraft aus – für fünf Wochentage wird also ein neuer Fahrer gesucht. Und Hans-Erich Schmidt und Silvia Markus wurden bereits „fündig“: Mit Dieter Wenzel gewannen sie einen ehemaligen Kollegen für die Aufgabe, der sich sofort hinter das Steuer „klemmte“ und die Kunden belieferte – gemeinsam mit seinem Beifahrer. Da Wenzel aber nicht ständig zur Verfügung steht, bitten Schmidt und Markus nun: „Wer helfen möchte, an Wochentagen zwischen 10 und 13 Uhr Zeit hat, einen Führerschein besitzt und über etwas Ortskenntnis verfügt, der sollte sich bei uns melden.“ Unter Tel. (0 23 54) 77-150 ist Silvia Markus ab Montag wieder zu erreichen. Sie würde sich sehr freuen, wenn sich Bürger melden, die ehrenamtlich mitarbeiten möchten. Versicherungsschutz wird übrigens garantiert. Die zurzeit 55 Kunden im Innenstadt-Bereich würden es danken. ▪ beil

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