Zwei Jahre nach der Sprengung

Talbrücke Öhringhausen kurz vor Fertigstellung - bald erfolgt die Freigabe

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Insgesamt vier Pfeiler (im Bild zwei Exemplare) stützen das neue Bauwerk. Das Vorgängermodell stand auf zwölf deutlich schwächer ausgelegten Stützen.

Olpe/Meinerzhagen - Die neue Talbrücke Öhringhausen an der Bundesstraße 55 ist fast fertig. In den kommenden Tagen werden die Fahrbahnanschlüsse erstellt. Die Freigabe für den Verkehr soll Anfang Juni erfolgen. Bis dahin ist auch die Optimierung der Autobahnzufahrt Olpe erledigt.

Rund 6,5 Millionen Euro kostet die Nachfolgerin der alten Brücke aus den 1960er-Jahren. Ende April 2018 herrschte im sonst eher ruhigen interkommunalen Gewerbegebiet Hüppcherhammer reger Publikumsverkehr. Rund 1500 Zuschauer waren mit ihren Autos, dem Fahrrad oder aus dem Dorf Öhringhausen auch zu Fuß gekommen, um den Abbruch der gleichnamigen Talbrücke mitzuerleben.

Denn dieser sollte – unterstützt durch 82 Kilogramm Sprengstoff – spektakulär werden. Dazu hatten die Fachleute an der Brücke, die auf der auf der gegenüberliegenden Talseite steht, alles vorbereitet. 264 Bohrlöcher wurden befüllt und ein Schotterbett angelegt, in das rund 6000 Tonnen Stahlbeton fallen sollten.

Die Straßenanschlüsse werden in Kürze erstellt und noch einige Restarbeiten erledigt.

Dass wiederum taten sie dann nach der leicht verspäteten Zündung der Sprengkörper auch. Während für die Zuschauer damit die Angelegenheit zunächst erledigt war, begann für den Landesbetrieb als Bauherrn direkt danach die Arbeit. Dabei war es der Schutt der rund 130 Meter lange Talbrücke mit ihren ehemals zwölf Pfeilern, der entsorgt werden musste. Rund sechs Wochen von der errechneten zweijährigen Bauzeit, war man damit beschäftigt. Dann startete der eigentliche Neubau.

Wie das sprichwörtliche Kartenhaus fiel die Brücke bei der Sprengung im April 2018 zusammen.

Nur noch insgesamt vier Brückenpfeiler sah dieser vor und ist planmäßig so umgesetzt worden. Die jetzt noch anstehenden Restarbeiten erfordern noch rund 14 Tage Zeit. Daher ist nach aktuellem Stand vom Landesbetrieb Straßen.NRW eine Freigabe Anfang Juni anvisiert. Bis dahin soll auch die Optimierung der Autobahnauf- und -abfahrt Olpe abgeschlossen sein. Über die B 55 existiert dann nicht nur wieder eine unterbrechungslose Verbindung zwischen Drolshagen und Olpe, sondern ohne die im Moment noch notwendigen Umwege die Möglichkeit, auf die Bundesautobahn 45 zu gelangen.

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