Freier Internet-Zugang soll häufiger möglich sein

Die Freifunk-Logos kennzeichnen solche Orte, die einen Router für die freie Nutzung in Betrieb haben – wie das „Mittendrin“.

Meinerzhagen - Mehr Internet für Meinerzhagen: Die Vertreter von Linken und Piraten fordern eine Ausweitung des so genannten Freifunks in der Stadt. Eine entsprechende Anfrage stellte am Montag Rolf Hantschel im Rat.

Dabei schlug er vor, öffentliche Gebäude verstärkt mit offenen WLAN-Routern auszustatten, damit Passanten kostenlos und schnell auf Internetinhalte zugreifen können. Im Stadthallen-Umfeld ist das seit vergangener Woche bereits möglich.

Wie Rolf Puschkarsky, Vorsitzender des Mittendrin und der Awo Meinerzhagen, erklärt, seien in der vergangenen Woche sowohl das Soziale Bürgerzentrum als auch der Awo-Treff an der Stadthalle mit den notwendigen Endgeräten ausgestattet worden. „Durch das Mittendrin schließen wir von der Innenstadt eine Lücke zur Stadthalle“, freut sich Puschkarsky. Ein Sicherheits- oder Haftungsrisiko durch illegale Downloads sieht er durch den Verein „Freifunk Rheinland“ als Provider (Anbieter) nicht. „Wenn das anders wäre, würden wir das nicht machen.“

Dass die Gemeinschaft „Freifunk Meinerzhagen“ äußerst aktiv auf der Suche nach weiteren Standorten für ihre Router (Sender) ist, betonen auch die Vertreter von Piraten und Linken in einer schriftlichen Stellungnahme. Als Bestandteil des Vereins „Freifunk Rheinland“ will die heimische Gruppe offenbar ähnlich erfolgreich offenes WLAN forcieren wie dies derzeit in Kierspe gelingt.

„Als ersten Schritt gibt es in Meinerzhagen bereits etliche private ,Freifunk-Knoten‘ von ,Freifunk Rheinland e.V.‘, in deren Umgebung somit freies WLAN zur Verfügung steht“, berichten Linke und Piraten. Die Mitglieder des Vereins würden derzeit bei Geschäften, Gaststätten und ähnlichen Standorten für die Aufstellung der Router und Richtfunkantennen werben.

Im zweiten Schritt sollen in allen städtischen Gebäuden im Stadtgebiet Router angeschlossen werden, die sich mit privaten Routern und denen in Geschäften, Betrieben und Gaststätten zu einem dichten, lückenlosen Netz zusammenfügen. Auf eine entsprechende Anfrage Rolf Hantschels reagierte Bürgermeister Jan Nesselrath jedoch zögernd: Die Stadt diskutiere derzeit verwaltungsintern, ob man eine WLAN-Lösung durch Freifunk oder andere technische Lösungen schaffen kann.

Die Kosten sind überschaubar: Router für bis zu 25 Euro eignen sich für kleinere Einrichtungen wie Wohnungen, Router mit Preisen von bis zu 75 Euro sorgen für eine erweiterte Erreichbarkeit. „Die Router werden über den gemeinnützigen Provider ,Freifunk Rheinland e.V.‘ ausschließlich für diesen Zweck eingerichtet und sind ohne nennenswerte Kenntnisse in Betrieb zu nehmen. Sie werden an einen vorhandenen DSL-Router angeschlossen und nutzen dann einen kleinen Teil der DSL-Leitung zur Bereitstellung des freien WLAN“, erklären Linke und Piraten dieses System.

Rolf Hantschel und Georg Follert sind sicher: „Freies WLAN in Meinerzhagen bedeutet garantiert eine deutliche Steigerung der Attraktivität der Meinerzhagener Innenstadt insbesondere für Touristen und Tagesgäste aber auch für die Bürger unserer Stadt.“ - zach

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