Im Freibad und an der Lister lässt es sich aushalten

Ein Sprung in die Fluten des Freibades sorgt bei den derzeitigen Temperaturen für Abkühlung. - Fotos: Benninghaus

Meinerzhagen - Meinerzhagen schwitzt. Hoch Annelie beschert in der ersten Ferienwoche mediterrane Temperaturen, so dass Meinerzhagener derzeit vor allem eines genießen können: Sonne satt. Für Abkühlung sorgt oftmals ein Sprung in die Fluten – beispielsweise in die des Freibades oder der Listertalsperre.

Die 37 Grad-Marke wurde in dieser Woche auch in der Volmestadt geknackt. Sören Roth freut das besonders. „Das Wetter ist akzeptabel“, schmunzelt der Bademeister des Meinerzhagener Freibades und blickt auf ein mit vielen kleineren und größeren „Wasserratten“ gefülltes Becken. 1500 Badegäste wurden am Donnerstag im Meinerzhagener Bad gezählt. Damit war zwar reichlich Betrieb, „auf der Wiese ist aber immer noch Platz“, bleibt Sören Roth auch angesichts der Warteschlange am Kassenhäuschen entspannt. Selbst an den heißesten Tagen zur Hochsaison muss niemand Sorge haben, keinen Platz mehr ergattern zu können – das Areal ist riesig.

Etwas ruhiger geht es höchstens frühmorgens zu – wenn die Frühschwimmer ihre Bahnen ziehen. „Bei dem Wetter sind derzeit aber auch schon morgens viele Schwimmer im Wasser“, berichtet der Schwimmmeister.

Gleiches gilt für die Listertalsperre. Sie hat mit 23 Grad derzeit fast „Badewannen-Temperatur“ – sehr zum großen Vergnügen derer, die sich in die Fluten des heimischen Gewässers stürzen, so wie Katharina (17), Michelle (16) und Luisa (16). Das Trio aus Drolshagen schippert auf einer Luftmatratze durchs Wasser. „Wir sind oft hier. Man kann einfach ein bisschen chillen“, lautet die Ferien-Devise.

Auch für Harald Schulte (82) und seine Frau Adelheid (80) gibt es derzeit kein schöneres Fleckchen als die Badestelle Kalberschnacke. „Da muss man doch nirgendwo anders hin fahren“, schwärmt das Ehepaar, das derzeit fast täglich von Schwerte anreist. Die Listertalsperre ist für sie bereits seit 50 Jahren eine „Sommeroase“. „Solange kommen wir schon zum Schwimmen hierher und früher auch zum Angeln. Wir haben bis vor 13 Jahren im Volmetal gewohnt, das hier ist unsere Heimat“, freuen sich die Rentner über Sonnentage am Listersee – auch weil sie hier jeden Sommer viele Bekannte treffen. Zu ihnen gehört auch Hans Schröder. „Wir sind eine muntere Seniorengruppe. Alle kommen seit Jahren zum Schwimmen, und da wir uns jeden Sommer treffen, haben wir uns angefreundet“, erzählt der Meinerzhagener. Besonders erfrischend sind für Schwimmer Hans Schröder aber die Runden in der Lister: „Das Wasser ist wunderbar!“

Bestätigt wird diese Einschätzung auch vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, das die Badebuchten Camping Windebruch, Rengerberg, DLRG und Kalberschnacke mit der Note „ausgezeichnet“ bewertet. Hygienisch und gesundheitlich sei die Wasserqualität unbedenklich.

Etwas getrübt wird das Badevergnügen höchstens von einer Zieralgenart, die „in Symbiose“ mit der Wasserpest lebt, wie Ralf Stötzel, Betriebsleiter des Ruhrverbandes, erklärt. In stehenden, nährstoffarmen Gewässern mit niedrigem ph-Wert siedeln sich die Algen an und sind auch an einigen Uferabschnitten der Lister unschwer zu erkennen. „Sie sind ungefährlich und verursachen auch keinen Hautausschlag“, erklärt Stötzel, der auch auf die Warnschilder hinweist, die auf die Wasserpest „Elodea canadensis“ aufmerksam machen, die nach wie vor in der heimischen Talsperre wächst.

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