Frauen in der Ebbehalle außer Rand und Band

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Nicht nur die erfahrenen Frauen konnten gut Karneval feiern, die Jugend stand ihnen in nichts nach. ▪

VALBERT ▪ Wer bislang keine Vorstellung davon hatte, wie sich vor Begeisterung kreischende Frauen anhören, der konnte sich Weiberfastnacht in der Ebbehalle ein Bild davon machen. Rund 600 Frauen aller Altersklassen brachten so ihre Zustimmung zum Programm zum Ausdruck.

Junge Mädchen als Elfen oder als Damen eines adeligen Hofes verkleidet, ältere Närrinnen als beeindruckende Täufelinnen und eine große Anzahl Schottinnen, sie alle hatten Donnerstagabend die Ebbehalle besetzt. Kein Mann durfte nur zu seinem Vergnügen zu ihnen hinein, lediglich die Arbeitstiere, die sich aus dem Elferrat, den Husaren und dem Schützenverein rekrutierten, hatten Einlass bekommen. Schon gleich beim „Warm-Up“ mit Dominik Busch und Dirk Piers schnellte der Stimmungspegel in der Ebbehalle in die Höhe. Für die Valberter Husaren war es da nicht schwer, ihn zu halten. Seit 33 Jahren gibt es sie nun. Wann gefeiert wird, auf diese Frage waren sie nicht vorbereitet. Es könnte jedoch Oktober werden, beschloss der spontan gebildete „Arbeitskreis“ auf der Bühne. Die Funkengarde Helden mit ihrem Showtanz „Die Uhr tickt – wir stoppen die Zeit“, war absolut stark. Mit einer außergewöhnlichen Choreographie, vielen Überraschungselementen und einer spürbaren Freude am Tanzen eroberten die Heldener Frauen die Herzen der Valberterinnen. Etwas ruhiger ließen es die Valberter Funkenmariechen an. Reduziert durch Krankheit traten sie in einer abgespeckten Formation auf und machten ihre Sache hervorragend. Schmucke Männer bekamen die Weiber in der Ebbehalle mit der Prinzengarde Rönkhausen zu sehen, die ihr Mariechen und ihre Gardisten in beeindruckenden Luftnummern ihre Plätze wechseln ließen. Tina-Turner als Double war zuerst einmal für viele mit gemischten Gefühlen besetzt. Was jedoch dann auf der Bühne und im Saal abging, war phantastisch. Jede kleinste Bewegung war exakt getroffen, die Mimik fast original und schon bald ging die ganze Ebbehalle mit. Mit „Meistens ist gar nichts dahinter, meisten ist gar nichts dabei“ von Marx & Gordy schminkte sich Tina Turner ab, entledigte sich aller Turner-Attribute und stand zuguterletzt als normaler Mann auf der Bühne. Leicht in Verzug geraten war das Programm und „Eine Tonne Tänzer“ mussten länger vor der Saaleingangstür zittern als vorgesehen. „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ setzten sie tänzerisch um und zeigten zum Ende ihres Auftrittes auch nackte Haut. Höhepunkt und immer wieder gerne gesehen war das Männerballett Ihnetal, der letzte Programmpunkt. „Amerika“ ihr Thema, dieser, das weibliche Auge erfreuenden Männer. Superman, Onkel Tom und bleiche GI's wirbelten über die Bühne und ertanzten sich die Herzen der Frauen in der Ebbehalle.

Es war ein tolles Programm, was der Elferrat für seine Frauen auf die Bühne gestellt hatte und es dürfte keine Wünsche offen gelassen haben. Punkt elf Uhr öffneten sich die Türen für die Männer, die nun mitfeiern wollten und die Party konnte bis in den frühen Morgen weiter gehen. ▪ GeG

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