Fanfarenzug-Frauen wollen Spaß haben

Karneval – diesmal digital

Die Frauen des Fanfarenzuges Meinerzhagen um Angelika Grünewald (Bildmitte) fahren regelmäßig zur Damensitzung nach Engelkirchen. Das ist in diesem Jahr nicht möglich.
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Die Frauen des Fanfarenzuges Meinerzhagen um Angelika Grünewald (Bildmitte) fahren regelmäßig zur Damensitzung nach Engelkirchen. Das ist in diesem Jahr nicht möglich.

„Alaaf“ hätte es für rund 125 Frauen des Fanfarenzuges und ihre Freundinnen in diesen Tagen bei der Damensitzung in Engelskirchen heißen sollen – eigentlich. Doch das fällt in diesem Jahr aus.

Meinerzhagen – Dennoch hat sich die Karnevalsgesellschaft Närrische Oberberger aus Engelskirchen für die jecken Frauen etwas einfallen lassen: eine digitale Damensitzung.

Lange Freundschaft

Schon Ende des vergangenen Jahres hatte sich der stellvertretende Vorsitzende der Närrischen Oberberger Michael Peffeköver an die Organisatorin Angelika Grünewald gewandt und um ein kurzes Video mit Erinnerungen aus vergangenen Sitzungen gebeten. Das fiel der Volmestädterin nicht schwer, konnte sie im Archiv doch auf 19 Jahre Karneval in Engelskirchen zurückblicken.

„Mit den Närrischen Oberbergern verbindet uns eine lange Freundschaft“, berichtete Angelika Grünewald vom Fanfarenzug Meinerzhagen und fügte hinzu: „In diesem Jahr wären wir das 20. Mal in Engelskirchen auf einer Damensitzung gewesen.“ Begonnen hatte alles im Jahr 2002. Zuvor waren die Närrinnen regelmäßig nach Kürten zur Damensitzung gefahren, doch da gefiel es den Frauen nicht mehr. „Uns wurden immer schlechte Plätze zugeteilt“, so Angelika Grünewald. Da ergab es sich, dass der Fanfarenzug Meinerzhagen in Engelskirchen einen Auftritt hatte und den Musikern die Atmosphäre in der Engelskirchener Halle gefiel. So fuhren die Meinerzhagenerinnen nach Engelskirchen – und hatten Spaß. Seither sind sie dort zu Gast. „Anfangs fuhren wir noch mit privaten Autos zur Damensitzung“, erinnert sich Angelika Grünewald. „Später wurde es ein Kleinbus und seit zehn Jahren sind wir mit zwei großen Busse ausgebucht.“ Auch die Sitzplatzreservierung klappte in Engelskirchen perfekt. Die Närrinnen sitzen geschlossen „mittendrin“, direkt am Gang. Von dort sind sie den hereinziehenden Künstlern nahe, können aber auch schnell nach vorne zur Bühne.

Karten werden vorbestellt

Trotz der guten Organisation blieben die Meinerzhagenerinnen aber nicht ganz „pannenfrei“: Angelika Grünewald erinnert sich schmunzelnd, dass in Engelskirchen einmal drei Frauen zurückgelassen wurden. „Sie gingen vom Bus aus noch einmal austreten, hatten es sich aber dann an der Theke noch einmal gemütlich gemacht.“

Sobald die erste von inzwischen zwei Damensitzungen beendet ist, können die Närrinnen für das kommende Jahr wieder Karten vorbestellen. Das hat Angelika Grünewald auch für 2022 bereits erledigt. Auf diese Sitzung freut sie sich bereits jetzt und sie hofft, dass nichts dazwischen kommt. Doch für dieses Jahr werden ihr und den anderen 125 Närrinnen Blicke auf die Homepage der KG Närrische Oberberger reichen müssen. Mit einem Glas Kölsch in der Hand, einer Luftschlange um den Hals und einem fröhlichen „Alaaf“ wird dieses Mal auf Distanz gefeiert.

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