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Frau aus MK achtet aufs Detail: Märchen-Hochzeit im Disney-Format

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Sylvia Jungermann hat sich mit ihrem Hochzeitsservice selbstständig gemacht und verleiht auch Hochzeitsutensilien.
Sylvia Jungermann hat sich mit ihrem Hochzeitsservice selbstständig gemacht und verleiht auch Hochzeitsutensilien. © Laura Hahn

Anstrengend und nervenaufreibend kann es sein für Braut und Bräutigam. Aber: Für den wichtigsten Tag im Leben muss an alles gedacht werden. Hier kommt Sylvia Jungermann ins Spiel.

Von Laura Hahn

Valbert – Wer schon einmal Braut oder Bräutigam war – oder mitten in der Planung für die bald anstehende Hochzeit steckt – weiß: Das kann ganz schön anstrengend und nervenaufreibend sein. Für den wichtigen Tag muss an alles gedacht sein: Location, Catering, Kirche, Fotograf, Brautkleid und natürlich viele Blumen und Dekorationen. Die Planungen gehen bis ins Detail. Wie wichtig es ist, bei einer Hochzeit an die Details zu denken, weiß Sylvia Jungermann, Inhaberin des Hochzeitsservice Deko Liebenswert aus Valbert.

„Als Braut vergisst man zum Beispiel total, dass man auch eine Vase für den Brautstrauß braucht“, berichtet sie. Mit praktischen Tipps geht sie den Brautpaaren an die Hand. 2017 gründete sie ihren Service rund um Hochzeitsdekoration und Floristik – die Idee entsprang aus der Planung für ein Fest aus dem engsten Familienkreis. Nachdem Jungermann die gesamte Dekoration für die Hochzeit ihrer Tochter 2016 selber gemacht hatte, wusste sie schlichtweg nicht wohin damit. Also ab in die Selbstständigkeit und das Hobby zum Beruf machen. Der Bestand vervielfachte sich und 2018 eröffnete sie dann ihr eigenes Studio. Der Nachholbedarf ist groß nach zwei Jahren Corona-Pause, in denen Hochzeitspartys nur unter strengen Auflagen möglich waren. Um allen gerecht zu werden, beschäftigte Jungermann in diesem Sommer bis zu zehn Minijobber.

Kreative Brautpaare können aus einer Vielzahl von Accessoires die passende Dekoration für ihren Hochzeitsstil wählen.
Kreative Brautpaare können aus einer Vielzahl von Accessoires die passende Dekoration für ihren Hochzeitsstil wählen. © Laura Hahn

Der Grundstein für die Planung wird zunächst gedanklich gesetzt. „Man begeht die Location sozusagen zusammen im 3D-Durchgang und überlegt, wo etwas dekoriert werden kann. Daraus entwickelt sich das Konzept, und das Brautpaar erstellt anschließend einen ersten Probetisch“, erläutert die Geschäftsführerin. „Ich gehe bei der Deko sehr gerne bis ins kleinste Detail“, sagt die Valberterin. „Hier und da ein weiterer Akzent, darüber freuen sich die Paare.“ Doch das Wichtigste ist der rote Faden. Einheitlich sollte es aussehen und zum Stil passen. Wie die Einrichtung einer Wohnung lässt sich auch die Hochzeit nach einem bestimmten Stil ausrichten.

Und der Trend-Stil im Sommer 2022? Den gibt es nicht. „Ich hatte im August Wochenenden mit bis zu zehn Hochzeiten, und es war immer etwas anderes“, erzählt Sylvia Jungermann. So unterschiedlich wie die Paare, so bunt gemischt waren die Hochzeiten. Von Vintage über Bohemien bis klassisch chic, rustikal oder Greenery (Dekorationen überwiegend in Grün) war jede Richtung schon dabei. „Bei einer Hochzeit war die ganze Deko in Schwarz, sogar die Blumen waren schwarz, mit ganz wenigen, kräftigen Farbakzenten. Das war wirklich ungewöhnlich, aber sehr interessant und auch richtig schick“, erinnert sie sich. Andere Paare entschieden sich für eine Hochzeit unter einem bestimmten Motto.

Als Braut vergisst man zum Beispiel total, dass man auch eine Vase für den Brautstrauß braucht.

Sylvia Jungermann, Weddingplanner

Ob zum Thema Meer mit Muscheln und Netzen, in den Farben weiß und blau, oder zum Thema Reisen: „Ein Tisch sollte Dubai darstellen, ein anderer Italien, ein weiterer Frankreich und so weiter. Ich sollte sogar ein großes Flugzeugmodell organisieren für die Mitte des Raumes. Das hat es aber dann nicht gegeben“, lacht Jungermann.

Es ging jedoch noch ein bisschen extravaganter und außergewöhnlicher: Eine Märchenhochzeit im Disney-Format. Jeder Tisch sollte seine eigene Disney-Geschichte widerspiegeln. Cinderella, Dornröschen, Aladin und so manch andere Figur waren hier zu finden. Sylvia Jungermann blickt zurück: „Das war wirklich zeitaufwendig. Am Ende der Planung durfte die Braut dann sogar noch bei mir zu Hause private Einzelstücke zum Thema suchen.“

Ein weiteres Modell sind die Mini-Hochzeiten, die im engsten Kreis stattfinden. Für diese Art entscheiden sich Paare auch unabhängig von Corona. Selten hingegen seien Winterhochzeiten. Für den kommenden Sommer fangen die Brautpaare jedoch bereits im Oktober und November an, die Dekorationen für ihre Hochzeiten zu planen.

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