Manager für die Volme-Kulturszene

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Der künftige Kulturmanager David Babin (vorn) gestern bei seiner Vorstellung im Meinerzhagener Rathaus mit den Vertretern der beteiligten vier Volmetal-Kommunen (von links): Nektarios Stefanidis, Dr. Bernd Eicker, Thomas Gehring, Dr. Benita Wister von der Südwestfalen-Agentur, Erhard Pierlings, Jörg Schönenberg, Frank Emde, Olaf Stelse und Hans Erich Schmidt. ▪

MEINERZHAGEN/VOLMETAL ▪ Offiziell tritt er seine neue Aufgabe als Kulturmanager für die vier Volme-Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle am 1. April an. Doch David Babin will, wie er am Dienstag bei seiner Vorstellung im Meinerzhagener Rathaus betonte, „am liebsten gleich loslegen, um möglichst keine Zeit für dieses herausfordernde Projekt zu verlieren“, so seine Ankündigung.

Der 38-jährige gebürtige Franzose soll im Rahmen des gemeinsamen Regionale-Projektes „Art Volmetal“ als Koordinator, Ansprechpartner und Gestalter wirken und damit das Kulturleben der beteiligten vier Kommunen zu einem attraktiven Standortfaktor machen.

Ausgewählt wurde David Babin für diese herausfordernde Aufgabe, wie der in dieser Angelegenheit federführende Fachbereichsleiter Thomas Gehring von der Stadt Halver informierte, aus insgesamt vierzehn Bewerbungen, die für diese Position eingegangen waren. David Babin wird seinen neuen Arbeitsplatz zunächst in der „Villa Wippermann“ in Halver haben, soll später dann ein Büro in den zur Renovierung anstehenden „Schieferhäusern“ beziehen, wie Halvers Bürgermeister Dr. Bernd Eicker gestern informierte.

Zwei vorrangige Aufgaben soll der Kulturmanager übernehmen: Zum einen die Erstellung eines Kulturentwicklungsplans für die Volme-Region. „Dabei muss hier nicht bei null angesetzt werden, denn es sind im Rahmen der gemeinsamen Projektarbeit unter dem Titel „Art Volme“ hier schon erhebliche Vorleistungen erbracht worden“, erläutert Thomas Gehring. Verknüpft wird diese Arbeit im Übrigen auch mit einem Kulturprojekt unter Federführung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, für das die vier Volme-Kommunen als eine von sieben „Kultur-Pilotregionen“ ausgewählt worden sind.

Darüber hinaus wird der Kulturmanager Kontakte zu allen Kulturschaffenden der Region knüpfen, für sie Ansprechpartner und Koordinator von gemeinsamen Projekten sein. Und er soll auch selbst Aktionen und Veranstaltungen organisieren.

Babin, Jahrgang 1975, ledig, stammt aus Rouen in Nordfrankreich, studierte in Amiens und Dortmund und ist Betriebswirt und Kommunikationswissenschaftler. Seit 1996 ist er mit verschiedenen Projekten von Museen betraut gewesen, wobei es vorrangig um die Begleitung von Ausstellungen ging. Sein Arbeitsschwerpunkt lag dabei zuletzt in Dortmund, wo er zurzeit auch noch wohnt. Dass er im Rahmen seiner neuen beruflichen Tätigkeit schon möglichst bald auch seinen Wohnsitz in der hiesigen Region nehmen wird, ist sein erklärtes Ziel. „Ich habe die Volme-Region schon bei einigen Radtouren und Wanderungen kennen und schätzen gelernt“, berichtete er am Dienstag gestern. Jetzt will er noch deutlich intensiver und tiefer eintauchen in diese Landschaft mit ihren Menschen und Angeboten und freut sich zunächst auf jede Menge Begegnungen und Gespräche. So wird für die beiden Nachbarstädte Meinerzhagen und Kierspe zum Beispiel der gemeinsame Kulturverein KuK ein wichtiger Partner sein.

Die Besetzung der Stelle eines Kulturmanagers wird im Rahmen der Regionale 2013 zu 80 Prozent gefördert, wobei sich dies aller Voraussicht nach auf drei Jahre, also den Zeitraum von 2013 bis 2015 erstrecken wird. ▪ -fe

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