Französische Sprache praktisch anwenden

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Beim Einkaufen in Frankreich ist die Landessprache äußerst hilfreich. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Donnez-moi une baguette.“ „Un verre de vin rouge, s’il vous plaît.“

Wer in Frankreich unterwegs ist, sollte sich zumindest im Restaurant oder beim Bäcker verständigen können, um zum Beispiel nach Weißbrot oder Rotwein zu fragen. Genau diese praktischen Übungen waren es, die gestern für 195 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I am Evangelischen Gymnasium auf dem Lehrplan standen.

Dabei war es allerdings nicht der „normale“ Unterricht, der für die Sechst- bis Neuntklässler auf dem Programm stand, sondern eine außergewöhnliche Aktion, die Referendarin Nina Pürckhauer erdacht und organisiert hatte. Die angehende Pädagogin hatte 33 Oberstufenschüler mit „ins Boot“ geholt, um in Klassenräumen verschiedene Stationen einzurichten, an denen sich die jüngeren Schüler beweisen mussten. Dabei ging es beispielsweise darum, einen Arztbesuch nachzuspielen oder sich im Hotel über fehlende Handtücher oder kaltes Essen zu beschweren. Ansprechpartner waren jeweils die Oberstufen-Schüler, die bereits über fundierte Französisch-Kenntnisse verfügen.

„Unterricht ist gut, aber die Sprache auch in der Praxis anzuwenden, das ist ebenfalls wichtig“, findet Nina Pürckhauer, die das Projekt in den vergangenen Wochen intensiv vorbereitete.

Der Erfolg gab ihr gestern recht. Mit viel Spaß waren alle beteiligten Schüler bei der Sache und so mancher Unterstufenschüler machte die Erfahrung, dass er nicht für die Schule, sondern tatsächlich fürs Leben lernt. Wer in Paris nicht weiß, wie er vom Eiffelturm zum Ostbahnhof kommt, wird es schließlich schwer haben – außer, er ist der Landessprache mächtig. ▪ beil

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