Foto-Ausstellung des Marienheider Künstlers Johannes Koslowski

Kleine Wandergitarre ganz groß in Szene gesetzt

+
Johannes Koslowski (links), Till Hammer (Mitte) und Marco Koslowski umrahmten die Vernissage mit Instrumentalstücken. Im Vordergrund unten links: der Star der Ausstellung, die „Wandergitarre auf Reisen“.

Meinerzhagen - Mit atmosphärischer Instrumentalmusik, aufschlussreichen Hintergrund-Informationen und kurzweiligen Anekdoten eröffnete der Marienheider Künstler Johannes Koslowski am Samstagnachmittag seine Foto-Ausstellung „Wandergitarre auf Reisen“ im Domizil der Vereinsinitiative.

Die Ausstellung, die noch bis Dienstag, 30. Oktober, täglich von 14 bis 18 Uhr bei der Vereinsinitiative zu sehen ist, zeigt eine kleine, gleichwohl vielschichtige Auswahl aus Koslowskis ebenso ungewöhnlichen wie eindrucksvollen Aufnahmen. Im gemütlichen Ambiente der Räume an der Derschlager Straße 4 berichtete der freiberufliche Musiklehrer davon, wie alles Anfang 2017 mit einer spontanen Idee begonnen hatte.

Erstes Foto entstand auf zugefrorener Talsperre

„Ich hatte vor gut anderthalb Jahren eine kleine Wandergitarre erworben, die eigentlich als Leihgitarre für meine Schüler gedacht war“, so Koslowski. Doch wie sich herausstellte, sei das Instrument leider dauerhaft verstimmt und daher nicht für den Unterricht geeignet gewesen. Die kleine Gitarre sei dann zwar auf dem Dachboden gelandet, aber nur für kurze Zeit. Dafür sei sie ihm dann doch zu schade gewesen. „Im Februar vergangenen Jahres habe ich die Gitarre dann einfach mal zur zugefrorenen Brucher Talsperre mitgenommen. Dort habe ich sie auf dem Eis abgelegt und fotografiert“, erzählt Koslowski und betont: „Das ergab einen sehr überraschenden Effekt.“

Das zuvor fast schon ausrangierte Saiteninstrument erstrahlte auf den Fotos plötzlich in einem völlig neuen Licht und erzielte im Zusammenspiel mit der Naturumgebung eine ganz spezielle Wirkung. In seinem Bekanntenkreis seien die Bilder sehr gut angekommen. Davon ermutigt machte der Musiker und Fotograf, der früher 32 Jahre als Postbote in Köln – „vom Eigelstein bis zum Hauptbahnhof“ – tätig war, in der Folgezeit etliche weitere Aufnahmen. „Zunächst in der Natur, später bin ich dann mit meiner Gitarre in Geschäfte gegangen und habe gefragt, ob ich Fotos machen darf.“ Entstanden sind dabei überaus gelungene Motive, beispielsweise mit dem Ambiente eines Geschäftes für Brautkleider oder eines Gemüseladens im Hintergrund.

Mittlerweile war die „Wandergitarre auf Reisen“ schon an zahlreichen Orten zu Besuch. Größtenteils suchen Johannes Koslowski und seine musikalische Protagonistin ihre Motive im Oberbergischen Kreis. Doch auch in Köln, im Märkischen Kreis oder auch am Königssee waren sie unter anderem schon unterwegs. Und das europäische Ausland haben Künstler und Gitarre ebenfalls bereist: So entstanden beispielsweise sowohl im Metropolenflair von London als auch in der urigen Karpatenlandschaft im rumänischen Siebenbürgen ausdrucksstarke Bilder.

Insgesamt sind so bislang mehr als 16000 Aufnahmen entstanden – eine eindrucksvolle Zahl. Umso verblüffter waren am Samstag die Gäste, als Koslowski die Kamera zeigte, mit der er fotografiert. Statt eines High-End-Produkts mit allen technischen Finessen verwendet der Marienheider nämlich eine schlichte handliche Digitalkamera im Hosentaschenformat – umso erstaunlicher, da er bei seinen Fotos mit zahlreichen verschiedenen Kniffs und Effekten arbeitet.

Seine kurzweiligen Ausführungen umrahmte Johannes Koslowski mit diversen musikalischen Beiträgen an einer Akustikgitarre. Bei den Instrumentalstücken aus den Bereichen Jazz, Blues und lateinamerikanische Musik bildete der Klang zweier E-Gitarren, gespielt von seinem Sohn Marco Koslowski und seinem Schüler Till Hammer, die Begleitung.

Weitere Informationen gibt es unter www.gitarrenfoto.de und www.tastenharmonie.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare